Europa-Forum Wachau eröffnet

Pröll: Mit mehr Schwung in die europäische Zukunft

Göttweig (OTS) - "Ein bürgernahes Europa von Menschen für Menschen" lautet das zentrale des Europa-Forums Wachau, das dieses Wochende im Stift Göttweig abgehalten wird. Politiker, Experten und Journalisten aus Österreich, den mittel- und osteuropäischen Staaten sowie weiteren Mitgliedsländern der europäischen Union diskutieren dabei über Aufgaben und Ziele eines vereinten Europas.

Vor fünfzig Jahren sei mit den Römischen Verträgen der Grundstein für das erfolgreichste Friedensprojekt gelegt worden, meinte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner. Dieses einzigartige Gemeinschaftsprojekt habe seither zu mehr Frieden, Sicherheit und Wohlstand beigetragen. Auch nach 50 Jahren und in einer völlig gewandelten Welt wirke das europäische Gemeinschaftswerk positiv in die Zukunft fort. Die europäische Union sei mittlerweile ein unverwechselbares Modellprojekt, das fast eine halbe Milliarde Menschen unter Achtung aller Unterschiede verbindet.

Zur Bilanz der österreichischen EU-Mitgliedschaft sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, dass diese Niederösterreich sehr viel Positives gebracht habe. So sei beispielsweise die niederösterreichische Wirtschaft im letzten Jahr um 3,8 Prozent gewachsen. In den beiden anderen Bundesländern der Ostregion, Burgenland und Wien, seien es nur 2,6 bzw. 2,2 Prozent gewesen. Getragen werde diese überdurchschnittlich starke ökonomische Entwicklung vor allem durch den hohen Grad der Internationalisierung der heimischen Wirtschaft. Mittlerweile sei Niederösterreich mit einem Außenhandelsanteil von 25 % überproportional stark mit den neuen EU-Nachbarnländern verknüpft. Österreichweit liege dieser Anteil bei nur 16 Prozent.

Gleichzeitig erscheine, so Pröll weiter, Europa in der Öffentlichkeit immer gegensätzlicher und widersüprüchlicher: Der weiteren europäischen Einigung fehle auf dem Weg in die Zukunft der notwendige Schwung. Der Wohlstand in Europa werde zwar immer größer, gleichzeitig gebe es aber ein Defizit im Bereich des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung oder beim sozialen Ausgleich, so Pröll. Europa müsse bei diesen Themenbereichen die Lösung und nicht die Ursache der neuen Herausforderungen sein.

In diesem Zusammenhang verlangte der Landeshauptmann zur Gewährleistung der bestmöglichen Sicherheit im Landesinneren bessere Sicherheitsstandards bei einer Vergrößerung des EU-Schengenraumes an den Ostgrenzen von Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Schließlich müsse Schengen ein Mehr an Sicherheit bringen.

Prominenteste Gäste beim Europa-Form Wachau waren heuer Dipl.-Ing. Jose Socrates, Ministerpräsident der portugiesischen Republik, Prof. Dr. Danuta Hübner, EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Dr. Kinga Göncz, Außenministerin der Republik Ungarn sowie Prof. Paul Lendvai, Kommentator und Konsulent für internationale Kontakte.

Nähere Informationen: www.europaforum.at

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