Hypo-Verkauf: Noch vor einem Jahr "heftige Kritik von ÖVP"

Umfaller: Martinz damals "entsetzt" - LGF Passegger vermutet weitreichenden Geheimpakt zwischen Haider und Martinz

Klagenfurt (SP-KTN) - Als "wahnsinnige Idee" bezeichnete Martinz
die Pläne Haiders, vor dem Börsegang Landesanteile der Hypo zu verkaufen. "Das ist auf keinen Fall seriöse Wirtschaftspolitik", meinte der ÖVP-Obmann in einer Aussendung. Vor allem müsse der Landeshauptmann seinen dringenden Geldbedarf erklären. Gerade erst seien über den Zukunftsfonds 250 Mio. Euro langfristig gesichert, weitere 250 Mio. Euro für Projekte reserviert. Da stelle sich die Frage, wozu Haider jetzt schon wieder so dringend die Millionen brauche. (APA0373 5 WI 0354 II F. APA0326/19.05 Fr, 19.Mai 2006)

Angesichts dieses "dramatischen Umfallers" des ÖVP-Obmannes stellen sich heute für den Landesgeschäftsführer der SPÖ Kärnten, Gerald Passegger, unter anderem folgende Fragen:

Warum hat Martinz jetzt zugestimmt, dass ein großer Teil unserer Hypo-Landesbank im Vergleich zum Börsengang 2009 deutlich unter Wert an das Ausland verschleudert wurde?

Warum hat Martinz jetzt zugestimmt, dass die Hintermänner des Haider-Freundes Tilo Berlin innerhalb weniger Monate mehr als einhundert Millionen Euro durch den Verkauf verdient haben?

Warum stellten sich die eigenen Sozialpartner öffentlich gegen Martinz und haben ihn per Inserat und massiven internen Druck -inklusive "Kopfwäsche in Wien" - zu einem Umschwenken auf SPÖ-Linie gebracht, die die nachhaltige Sicherung des Verkaufserlöses bereits vor einer Woche in einem offenen Brief gefordert hat, der damals von Martinz noch per Anwalt bedroht wurde, und die Medien gleich dazu?

Und warum hat Martinz zugestimmt, dass ein zahnloser Untersuchungsausschuss von Haiders Gnaden eingesetzt wird? Was haben Haider und Martinz zu verbergen?

Warum spielt Martinz den Erfüllungsgehilfen für Haider? Was bekommt er dafür?

Herr Martinz, legen Sie ihren Geheimpakt mit Haider offen, fordert Passegger.

(Schluss)

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