VP-Praniess-Kastner: Ältestes Gewerbe rechtlich als Gewerbe anerkennen

ÖVP Wien fordert anlässlich des internationalen Hurentages die gesetzliche Anerkennung der Prostitution

Wien (VP-Klub) - "Die Prostitution muss in Wien endlich rechtsstaatlich geregelt werden", erneuert LAbg. Karin Praniess-Kastner, ÖVP Wien Mitglied des Gesundheits- und Sozialausschusses, ihre Forderung anlässlich des heutigen internationalen Hurentages. "Derzeit ist Prostitution ’sittenwidrig’ aber doch steuerpflichtig und die Sexarbeiterinnen sind unzureichend, meist gar nicht, sozial abgesichert. Durch die Legalisierung wäre nicht nur mehr Transparenz gegeben, sondern auch die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen dieser Frauen", so Praniess-Kastner. Derzeit herrsche eine soziale ’Scheinheiligkeit’, die Illegalität bereite nur den Boden für kriminelle Handlungen, deren Opfer immer die Frauen sind. In Wien wird die Zahl der Prostituierten auf 4.000 -6.000 geschätzt, wobei lediglich ein Viertel davon registriert ist.

Raus aus der Illegalität

"Die Prostitution muss raus aus der Illegalität hin zur Legalität, durch die Transparenz und somit Sicherheit geschaffen werden kann. Es bedarf daher einer gesetzlichen Legitimation durch Anerkennung der Prostitution als offizielles Gewerbe, das den Betroffenen auch das Recht auf Inanspruchnahme sozialversicherungsrechtlicher Leistungen sichert. Ebenso ein Bordellgesetz, wie es andere Bundesländer auch haben", lautet die Forderung der ÖVP Wien Gemeinderätin.

"Stellen wir uns doch der Realität und holen wir diese Frauen aus der Illegalität, beenden wir das Leid der gesellschaftlichen Ausgrenzung, Isolation, Stigmatisierung und Abhängigkeit. Auch ein Ausstieg aus der Prostitution wird durch die Legalisierung wesentlich erleichtert. Erkennen wir Sexarbeit als Arbeit mit allen Rechten und Pflichten an!", schließt Praniess-Kastner.

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