Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Schnell noch Rosen streuen (von Gabi Russwurm-Biro)

Ausgabe 2. Juni 2007

Klagenfurt (OTS) - Der G-8-Gipfel rückt heran - in Deutschland. George W. Bush, Präsident des weltweit größten Verursachers von CO2-Emissionen, streut seiner politischen Kollegin vom alten Kontinent, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, schnell noch Rosen:
"Sie ist eine Frau, die ich bewundere", hört man da via ZDF. Seine Beziehung zu "Angela" sei "vital und stark, und ich will, dass das so bleibt". Denn: "Sie hat eine Art, die einen dazu bringt, offen und frei zu sprechen."
Einfach wunderbar, Mister President -, ganz Gentleman! Nett-charmant der Grande Dame der europäischen Politik-Bühne gegenüber - und im gleichen Atemzug ein Querschuss beim Klimaschutz gegen seine "Angela". Die vorlauten Europäer, die von ehrgeizigen Zielen zur Rettung der Menschheit sprechen - das passt nicht in die Weltanschauung der US-Führungsschichte. Offen und frei sprechen sollte der US-Präsident aber wirklich.
Bisher war Bush gegenüber allen Analysen skeptisch, welche die Umweltverschmutzung mit der globalen Erwärmung in Zusammenhang brachten. Bisher haben die USA das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert, und bislang hatte Bush einen Streit mit Merkel über das Engagement, das man beim G-8-Gipfel in Heiligendamm in Sachen Klimaschutz eingehen sollte. Da braucht er jetzt keine Rosen zu streuen ...

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