"Thema" am 4. Juni mit Stradivari-Diebstahl und Kaltenbrunner-Interview

Wien (OTS) - "Thema", präsentiert von Christoph Feurstein, zeigt
am Montag, dem 4. Juni 2007, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge.

Zufallstreffer oder Supercoup?

"Der Wert der Geige ist für mich mit Geld nicht zu bemessen", sagt der Starsolist Christian Altenburger nach dem Diebstahl seiner 2,5 Millionen teuren Stradivari. In "Thema" spricht er erstmals über den großen Verlust. Am Pfingstwochenende haben unbekannte Täter die mehr als 500 Jahre alte Geige mit einer Trennscheibe aus dem Safe in Altenburgers Wiener Wohnung geholt. Weitere Wertgegenstände fehlen, daher ging die Polizei zunächst von einem Zufallstreffer aus. Möglicherweise handelt es sich aber um einen geplanten Supercoup mit dem Ziel, enorme Geldsummen zu erpressen. "Das Wichtigste für mich ist, dass meine Geige unbeschädigt bleibt", sagt Christian Altenburger im "Thema"-Exklusivinterview. Eva Kordesch hat auch einem Geigenbauer über die Schulter geschaut und berichtet über die neuesten Ermittlungsergebnisse im Drei-Millionen-Coup.

Todesdrama am Dhaulagiri

"Wieso habe ich das überlebt?" Diese Frage stellt sich die österreichische Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner im ersten Fernsehinterview nach dem tragischen Bergdrama am Dhaulagiri in Nepal. Die Oberösterreicherin und drei spanische Alpinisten wurden in 6.650 Meter Höhe, in ihren Zelten liegend, von einer Lawine verschüttet. Gerlinde Kaltenbrunner gelang es, sich mit Hilfe eines Messers selbst aus den Schneemassen zu befreien. Ein Spanier blieb unverletzt, zwei weitere erstickten unter der Lawine. Mehr als zwei Meter Schnee haben sie regelrecht einbetoniert. "Ich wusste, dass darunter niemand überlebt haben kann. Trotzdem habe ich nicht aufhören können zu graben, bis ich schließlich auf ihre beiden Körper gestoßen bin", erzählt die 36-Jährige, die nun wieder nach Europa zurückgekehrt ist. Im Juni will sie trotz allem zu einer Expedition auf den K2 aufbrechen, ihrem zehnten Achttausender und einem der schwierigsten der Welt. Markus Stachl hat die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner exklusiv für "Thema" in ihrem Haus im Schwarzwald getroffen.

Sexuell missbraucht

"Er hat mir sehr weh getan", erzählt die 20-jährige Julia. "Er" ist ihr Lehrer, der Julia während der Volksschulzeit missbraucht haben soll. Die Folgen: Depressionen, ein Dutzend Selbstmordversuche und dreieinhalb Jahre in psychiatrischen Anstalten. Mehr als zehn Jahre hat Julia gebraucht, um über ihr Martyrium sprechen zu können, und erst nach Jahren der Therapie hat sie es jetzt gewagt, ihren mutmaßlichen Peiniger anzuzeigen. Ein typischer Leidensweg von Missbrauchsopfern, deren Zahl erschreckend hoch ist. Die wenigsten schaffen es, zur Polizei zu gehen, weil sie von den Tätern massiv unter Druck gesetzt werden und Angst haben. Doch es gibt Institutionen, die helfen, und so genannte "schonende Verfahren" bei Gericht ersparen den Opfern die Konfrontation mit den Tätern. Zoran Dobric zeichnet für "Thema" den langen und schwierigen Weg der Bewältigung von sexuellem Missbrauch nach.

Geschäfte mit dem Tierleid

Die Dauer von Tiertransporten in Österreich soll von acht auf viereinhalb Stunden pro Tag gesenkt werden. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky diese Woche eingebracht. Am Leid der Tiere bei internationalen Transporten ändert das freilich nichts: Sie dürfen nach wie vor viel länger dauern. Jahr für Jahr werden etwa 3,6 Millionen Schafe, fast ebenso viele Rinder und Kälber sowie gut zehn Millionen Schweine und unzählige Hühner, Gänse und anderes Geflügel kreuz und quer durch Europa transportiert - manchmal unter schrecklichsten Bedingungen: eng zusammengepfercht, schlecht bis gar nicht versorgt mit Wasser und Futter. Das Hauptmotiv für die endlos langen Transporte: Profitmaximierung. Für ein Kilo Rindfleisch etwa bekommt man einen Euro mehr, wenn das Tier statt in Polen in Italien geschlachtet wird. Bei den tonnenschweren Transporten zahlt sich das offenbar aus. "Ich kontrolliere diese Transporte nun schon seit neun Jahren, mein Herz wird noch immer davon bewegt!", sagt Alexander Rabitsch, Tierarzt und Tiertransportinspektor in Kärnten. Petra Kanduth hat den Tierarzt für "Thema" bei seinen Kontrollen begleitet und mit ihm über die oft katastrophalen Zustände gesprochen.

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