Plassnik: "Verbündete im weltweiten Einsatz für Frauenanliegen"

Außenministerin trifft Präsidentin der UNO-Generalversammlung Sheikha Haya Rashed Al-Khalifa

Wien (OTS) - "Präsidentin Al-Khalifa ist eine wichtige Verbündete bei der Stärkung der Rechte der Frauen weltweit, und insbesondere im Rahmen der Vereinten Nationen. Sie ist als Präsidentin der UNO-Generalversammlung nicht nur die erste Frau in diesem Amt seit 35 Jahren, sondern auch eine mutige Vorkämpferin für eine zeitgemäße und damit frauengerechtere Interpretation des Islam", sagte Außenministerin Ursula Plassnik heute nach ihrem bilateralen Treffen mit der Präsidentin der UNO-Generalversammlung. Sheika Haya Rashed Al-Khalifa nützte ihre Teilnahme an der internationalen Frauenkonferenz zum Nahen Osten zu Gesprächen mit Vertretern Österreichs, des UNO-Sekretariats und der in Wien angesiedelten Organisationen.

"Es war keine Selbstverständlichkeit, dass gestern Frauen aus allen Teilen des Nahen Ostens mit Vertreterinnen aus Europa und den USA zusammengekommen sind, um konkrete Ansätze und Erfahrungen zum Thema Frauen im Nahost auszutauschen. Wien hat sich damit neuerlich eindrucksvoll als Ort der Begegnung und des Dialogs erwiesen. Die Konferenz hat aber auch die solide Vertrauensbasis, die wir mit allen Seiten im Nahen Osten haben, sichtbar gemacht", betonte Plassnik im Zusammenhang mit der gestern zu Ende gegangenen internationalen Konferenz.

"Für mich hat die Einbeziehung von Frauenanliegen in Friedensprozesse Priorität. Frauen müssen vermehrt für Führungspositionen in Friedensoperationen herangezogen und ihre aktive Teilnahme an Friedensverhandlungen muss ermöglicht werden. Dabei sind auch die UNO und die EU gefordert, die UN-Sicherheitsratsresolution 1325 mit Leben zu erfüllen. Weder unter den 54 UNO-Sondergesandten für Konfliktregionen noch unter den 9 EU-Sonderbeauftragten befindet sich eine einzige Frau", so die Außenministerin.

Zu den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten sagte Plassnik: "Wir stehen an einem Scheideweg. Das Wiederaufflammen der innerpalästinensischen Kämpfe, die Kassam-Raketen, die israelischen Luftangriffe und die gewaltsamen Zusammenstöße im Libanon zeigen, dass wir in unserem Engagement nicht nachlassen dürfen. Dabei sind Geduld und Hartnäckigkeit gefragt. Alle Kontakt-, Überzeugungs- und Einflussmöglichkeiten müssen genützt werden. Die gestrige Konferenz hat mich ermutigt. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so die Außenministerin abschließend.

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