Ludwig: "Stärkung der Mieterbeiräte für mehr Wohnzufriedenheit"

Stadtrat Ludwig präsentierte Neuerungen bei Wiener Wohnen

Wien (OTS) - "Wien ist eine moderne Stadt mit höchster Lebensqualität - das bestätigen nicht nur internationale Studien, sondern - was viel wichtiger ist - auch die Wienerinnen und Wiener selbst. Diese hohe Wohnzufriedenheit zu erhalten und noch weiter zu erhöhen ist mein zentrales Anliegen. Das kann nur durch gemeinsame Anstrengungen und die enge Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort und speziell mit ihren gewählten Mietervertreterinnen und Mietervertretern geschehen. Mit dem heutigen Abend möchte ich zum Einen ein herzliches Danke für Ihre Arbeit sagen, zum Anderen erfolgt heute der Startschuss zu einer neuen, verstärkten Zusammenarbeit. Durch intensivere Kommunikation und gemeinsame Arbeit zum Wohl der Mieterinnen und Mieter stärken wir auch das Ansehen der Wiener Gemeindebauten, auf die wir zu Recht stolz sein können", betonte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig gestern, Donnerstag, im Rahmen einer Veranstaltung im Festsaal des Wiener Rathauses vor rund 700 Gästen.

Ludwig wies darauf hin, dass die Arbeit der Mieterbeiräte von unschätzbarer Bedeutung für ein harmonisches soziales Miteinander, sowie zur Vermeidung und Lösung von Problemen sei. "Die Wiener Mietervertreterinnen und Mietervertreter spielen für die Mieterinnen und Mieter eine essentielle Rolle als Vertrauenspersonen. Sie sind wichtige Kommunikatoren und auch Interessensvertreterinnen und -vertreter zwischen Hausverwaltung und den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wiener Gemeindebauten sowie den Mieterinnen und Mietern untereinander. Sie helfen Vorurteile abzubauen und ein Klima des Verständnisses und der Toleranz zu schaffen. Das alles hilft wesentlich mit, die Wohnzufriedenheit in den Wiener Gemeindebauten zu verbessern. Und nicht zuletzt seit der ersatzlosen Streichung des Hausbesorgergesetzes durch die schwarz-blaue Bundesregierung im Jahr 2000 sind es gerade die Mietervertreterinnen und Mietervertreter, die oftmals die ersten direkten Ansprechpersonen für die individuellen Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohnhausanlagen sind", unterstrich der Wohnbaustadtrat.
"Neben meinem Einsatz auf Bundesebene für ein neues Hausbesorgergesetz und der bereits erfolgten Ausweitung und Aufstockung der Wiener Gebietsbetreuungen liegt mir besonders viel an der Intensivierung der Kommunikation zwischen der Hausverwaltung Wiener Wohnen und den Mieterinnen und Mietern bzw. ihren gewählten Vertreterinnen und Vertreter", so Ludwig, der bereits gestern im Rahmen der Veranstaltung die ersten Maßnahmen dafür vorstellte.

Die Neuerungen mit den drei Schwerpunkten Kommunikation, Rechnungsabwicklung und Unterstützung der Mieterbeiräte:

o Infomappe für MietervertreterInnen

Die Wiener Mietervertreterinnen und Mietervertreter erfüllen eine wichtige Kommunikations- und Interaktionsrolle und leisten einen wesentlichen Beitrag zu mehr Wohnzufriedenheit und Lebensqualität in den Wohnhausanlagen der Stadt. Um die MietervertreterInnen in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen wurde eine Informationsmappe erstellt, die nähere Informationen zu Fragen rund ums Wohnen gibt sowie auf übersichtliche Weise die wichtigsten Ansprechpartner nennt. Die Infomappe ist jedoch nur ein erster Schritt, Ergänzungen sollen und werden folgen.

o Arbeits- und Strategiesitzungen in den Kundendienstzentren

Die Kundendienstzentren von Wiener Wohnen sind die erste Anlaufstelle für die Mietervertretungen. Um den Kommunikationsfluss zu verbessern und zu stärken, werden in allen neun Kundendienstzentren ab Herbst 2007 regelmäßig Sprechtage abgehalten, an denen die MitarbeiterInnen ganz für die Anliegen der Mietervertreterinnen und Mietervertreter da sind. Im Zuge dieser Sprechtage sollen die aktuellen Probleme der jeweiligen Wohnhausanlage besprochen und gemeinsam eine Lösung gefunden werden. Darüber hinaus laden die Kundendienstzentren einmal im Jahr alle MietervertreterInnen gemeinsam zu Strategiesitzungen ein. Dabei werden Projekte und Strategien für die Zukunft erarbeitet. Um gemeinsam konstruktive Lösungen zu erarbeiten, werden die Gebietsbetreuung Städtische Wohnhausanlagen - auf Wunsch - als Kommunikationsprofis diese Treffen vor- und nachbereiten und moderieren.

o Verstärkte Qualitäts- und Kostenkontrolle

Um mehr Transparenz in die Hausabrechnungen, seien es Betriebskosten oder Sanierungskosten, zu bringen, wurde bei Wiener Wohnen vor wenigen Monaten eine Stabstelle für Controlling und Interne Revision geschaffen, die verstärkte Kontrollaufgaben erfüllen wird.

o Kursangebot speziell für MietervertreterInnen

Im Herbst 2007 startet ein spezielles Kursangebot für MietervertreterInnen. Damit soll neues Wissen vermittelt und bestehende Kenntnisse erweitert werden. Insofern richten sich die Schulungsangebote auch an erfahrene Mieterbeiräte, die in den Kursen neues mit bestehendem Wissen verknüpfen und anderen Teilnehmern durch ihre Erfahrungen wertvolle Anregungen vermitteln können. Die Kurse sind für MietervertreterInnen kostenlos, die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis. Vermittelt werden sollen vor allem mietrechtliche und technische Grundlagen.

o Evaluierung Mietermitbestimmungsstatut

In einem längerfristigen Prozess und unter besonderer Einbindung der Wiener MietervertreterInnen soll in gemeinsamen Workshops das Mietermitbestimmungsstatut evaluiert und modernisiert werden. Zentrales Element dabei ist die genauere Definition der Rechte und Pflichten eines Mieterbeirats.

o Begleitung und Hilfestellung bei der Wiederwahl der MietervertreterInnen

Den MietervertreterInnen wird Hilfe und Unterstützung bei der (Wieder)-Wahl angeboten. Dazu stellt Wiener Wohnen einheitliche Stimmzettel sowie ein Wahllokal zur Verfügung. Daneben sorgt Wiener Wohnen durch Aushänge in den Stiegen für die rechtzeitige Information der MieterInnen. Unterstützung wird zudem durch die Gebietsbetreuungen Städtische Wohnhausanlagen angeboten.

o Pilotprojekt "Willkommen NeumieterInnen"

Seit dem 1. Januar 2007 werden in sieben Wohnhausanlagen (im 3., 11., 15., 16. und 21. Bezirk) die Mietverträge der neuen MieterInnen an "Ort und Stelle" d.h. in der jeweiligen Wohnung unterfertigt. Bei fremdsprachigen MieterInnen werden MitarbeiterInnen der Gebietsbetreuungen mit jeweiligen Fremdsprachenkenntnis beigezogen. Im Rahmen der Unterfertigung werden die Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Waschküchen, Abstellraum etc.) vorgestellt und erklärt. Es kann - auf Wunsche - auch ein erster Kontakt mit den neuen Nachbarn und Mieterbeiräten vermittelt werden. Das Pilotprojekt läuft noch bis inklusive 30. September; nach einer Evaluierung der Ergebnisse soll über eine wienweite Ausdehnung entschieden werden.

o Pilotprojekt Waschküchenregelung

Derzeit führt Wiener Wohnen ein Pilotprojekt durch, bei dem der Zugang und die Benutzbarkeit der Waschküchen neu geregelt wird. Der Zutritt zu den Waschküchen wird über ein Computerprogramm gesteuert. Die HauptmieterInnen erhalten einen codierten Schlüsselchip, der jedoch keine Daten speichert, sondern zu gewissen Zeiten die Benutzung der Waschküche ermöglicht. Die Zeiten des Zugangs werden auf einem Server gespeichert, auf dem auch die (mit den MieterInnen erarbeiteten) Waschpläne liegen - der Computer vergleicht die codierten Schlüssel mit dem gespeicherten Plan - nur wenn die Daten übereinstimmen, wird der Zugang zur Waschküche gewährt. Beim Auszug aus der Wohnhausanlage werden die Daten gelöscht und der Schlüsselchip verliert seine Funktion - auch hier wird dem Missbrauch ein Riegel vorgeschoben. (Schluss) lok

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