Hainfeld-Konvent: BM Schmied plädiert für Erneuerung des Schulsystems

BM Schmied diskutierte am zweiten Tag des Symposiums mit renommierten ExpertInnen den Schlüsselfaktor "Bildung" für die Gesellschaft der Zukunft

St. Pölten (SPI) - "Endlich gibt es unter einer SP-geführten Regierung wieder Investitionen im Bildungsbereich", freut sich BM Claudia Schmied bei der Podiumsdiskussion am Hainfeld-Konvent. Sie plädiert für mehr Integration und Förderung als Schritt in Richtung Heterogenität in den Schulen. "Wir müssen Begabungen erkennen und fördern, aber auch auf Schwächen Rücksicht nehmen", so die Ministerin. Sie steht für die sog. "innere Differenzierung", also keine Einteilung in Leistungsgruppen, sondern nach individueller Begabung. Ziel von Schmied ist es, bereits im Schuljahr 2008/09 in unterschiedlich regierten Bundesländern mit rund fünf verschiedenen Schulmodellen zu starten, damit repräsentative Evaluierungen stattfinden können und das beste Modell umgesetzt werden kann.

Neben Dr. Claudia Schmied (Bildungsministerin) bat Moderatorin Mag. Gabriele Friedl (Landesschulinspektorin) Komm.-Rat Egon Blum (Regierungsbeauftr. f. Lehrlingswesen), NR Josef Broukal (SPÖ-Wissenschafts-Sprecher) und LR Emil Schabl (NÖ LR f. Pflichtschulen) um ihre Beiträge zur aktuellen Bildungsdebatte.

"Bildung beginnt nicht erst in der Grundschule, die Basis dafür wird bereits viel früher gelegt", spricht sich Pflichtschul-LR Emil Schabl für ein verpflichtendes Vorschuljahr aus. Das derzeitige System schließe viele Kinder aus, die mehr Förderung brauchen würden. Schabl hält ein Landesbildungskonzept für unumgänglich und avisiert schon jetzt eine Bildungsenquete im Herbst im Landhaus. "Wir brauchen Reformschritte", argumentiert er diese Entscheidung.

"Kinder haften nicht für ihre Eltern", setzt sich auch NR Josef Broukal für ein verpflichtendes Vorschuljahr ein. Er möchte mit dieser Forderung vor allem Kinder mit sozialen Defiziten und von MigranntInnen erreichen und ihnen allen die gleichen Bildungschancen zu offerieren.

Die DiskutantInnen stellten außerdem die Frage: "Was passiert nach der Schule?" Denn alle wollen ins Gymnasium, Hauptschulen und Lehre haben ein negatives Image. KR Egon Blum fordert daher "Lehre und Matura" zu etablieren: "Wir brauchen Facharbeiter sowohl mit Theorie-als auch mit handwerklicher Kompetenz. Außerdem müssen wir bei den jungen Menschen das Qualifizierungsbedürfnis wecken", so Blum engagiert. Die zentrale Forderung des prominent besetzten Podiums:
"Berufsausbildung muss ein Teil des Bildungssystems werden!"

In Workshops zu den Themenkreisen "Allgemeinbildung - noch gefragt?" unter der Leitung von LAbg. Dir. Helmut Cerwenka und "Berufsbezogene Bildung und Weiterbildung" unter der Leitung von Alexander Prischl arbeiten die TeilnehmerInnen am Hainfeld-Konvent weiter an Zukunftsmodellen für den Bildungsbereich.

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