Hohe Auszeichnung für estnische Parlamentspräsidentin Ene Ergma erhält Großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande

Wien (PK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer überreichte heute Mittag das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich an die Präsidentin des estnischen Parlaments, Ene Ergma. An dem feierlichen Akt nahmen auch die Vizepräsidentin des Bundesrates Anna Elisabeth Haselbach und Mitglieder des National- wie des Bundesrates teil.

Prammer sagte, man ehre heute eine bemerkenswerte Person, die in zwei verschiedenen Feldern eine bemerkenswerte Karriere gemacht habe. Sie sei eine hervorragende Vertreterin der Wissenschaft und habe viele Jahre einen Lehrstuhl für Astro- und auch für theoretische Physik innegehabt. Als Mitglied der estnischen Akademie der Wissenschaften habe sie zudem bereits mehr als 100 Publikationen über wissenschaftliche Fragen aufzuweisen.

2003 sei Ergma in die Politik gegangen, um, wie sie in einem Interview gemeint habe, die Wissenschaft zu verteidigen. Ergma wurde zur Präsidentin des estnischen Parlaments gewählt, eine Funktion, die sie seitdem mit einer kurzen Unterbrechung ausübt. Prammer wies auf die Bedeutung einer entsprechenden Wissenschafts- und Bildungspolitik hin und würdigte Estland als einen Vorreiter in Sachen neue Technologien. Prammer verlieh zudem ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich die guten Beziehungen zwischen Estland und Österreich, die so auch auf parlamentarischer Ebene bestünden, weiter vertiefen und intensivieren werden.

Ergma bedankte sich bei Prammer und bei Bundespräsident Fischer für die hohe Auszeichnung, die sie als ein Zeichen der Wertschätzung für das estnische Parlament und die estnische Nation begreife. Sie sei sehr bewegt und fühle sich geehrt. Ergma schloss dann auf Deutsch:
"Wien bleibt Wien, Tallinn bleibt Tallinn, und Europa soll zusammenwachsen, denn es gehört zusammen."

Ene Ergma wurde 1944 geboren und studierte an der Moskauer Lomonossow-Universität Physik und Mathematik. Sie zog 2003 für die konservative Partei "Isamaa ja Res Publica Liit", die aus dem Zusammenschluss der Konservativen Partei "Res Publica" und der nationalorientierten "Vaterlandsunion" hervorgegangen ist, ins estnische Parlament ein und wurde zur Präsidentin des Hauses gewählt. 2006 kandidierte sie erfolglos um das Amt des estnischen Staatspräsidenten - gewählt wurde der sozialdemokratische Bewerber Toomas Henrik Ilves. (Schluss)

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