Franz Eßl: Preiserhöhung bei Milch auch an die Bauern weitergegeben

Appell des ÖVP-Abg. und Salzburger LWK-Präsidenten an den Handel und an die Verarbeitungsbetriebe

Wien (ÖVP-PK) - Die Konsumenten werden in den nächsten Monaten mehr Geld für Milch und Milchprodukte bezahlen müssen. Die Preiserhöhungen, wie sie in Deutschland bereits stattgefunden haben, sind durch die lang anhaltenden Dürreperioden in den Exportländern Australien und Neuseeland beziehungsweise durch die steigende Nachfrage zu erklären. Diese Preiserhöhungen sollten diesmal auch an die Bauern weitergegeben werden. "Ein Produzentenpreis von 27 bis 37 Prozent des Verkaufspreises ist mit den immer schwierigeren Produktionsbedingungen für unsere Milchbauern einfach zu wenig", appellierte heute, Freitag, der ÖVP-Abgeordnete und Salzburger Landwirtschaftskammerpräsident Franz Eßl an den Handel und an die Verarbeitungsbetriebe, "für einen wirklich fairen Milchpreis an die Bauern" zu sorgen." ****

"Die Milchbauern sind mit ihrer Geduld zu Recht am Ende", zeigt Eßl Verständnis für die Forderungen der Milchbauern in Österreich. "Preiserhöhungen im Handel sollten auch zu Preiserhöhungen bei den Produzenten führen!" Die Marktsituation - geringes Angebot und hohe Nachfrage - ist günstig, die Bauern könnten somit zu Recht eine Preiserhöhung verlangen. Anlässlich des heutigen Weltmilchtages hat daher auch die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Salzburg einen Dringlichen Antrag beschlossen, mit dem sich die Interessensvertretung voll hinter die bäuerlichen Milchproduzenten stelle.

Pinzgauer Molkereien zahlen den besten Preis

Eine Markterhebung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat ergeben, dass die Lieferanten der Bergbauernmilch "Zurück zum Ursprung" und die Bio-Milch "Ja natürlich" von der Pinzgauer Molkerei das beste Verhältnis zwischen Regalpreis und Auszahlungspreis an die Bauern vorweisen können: Die Hofer-Marke "Zurück zum Ursprung" kostet im Geschäft 95 Cent, 34,7 Cent davon erhalten die Bauern. Am Schlechtesten abgeschnitten hat in dieser Untersuchung die Molkerei Seifried mit der im Regal teuersten "A faire Milch": sie bezahlt den Bauern dafür lediglich 27 Prozent vom Verkaufspreis. Diese Markterhebung zeigt eindeutig die unterschiedlichen Produzentenpreise, die Genossenschaften und Verarbeitungsbetriebe für Rohmilch bezahlen, auf. "Denn auch Konsumenten haben es in der Hand, sich für gerecht finanzierte Produkte zu entscheiden", schloss Eßl. (Schluss)

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