Unbürokratischer Zugang zur Sozialversicherung für selbständige Betreuerinnen und Betreuer

SVA rechnet mit zahlreichen neuen Versicherten

Wien (OTS) - Der Ausschuss des Nationalrates für Arbeit und Soziales hat in seiner Sitzung am 23. Mai 2007 eine Präzisierung des freien Gewerbes "Personenbetreuung" beschlossen. Die Tätigkeit umfasst haushaltsnahe Unterstützungen wie Zubereiten der Mahlzeit, Unterstützung bei der Lebensführung wie Hilfestellung bei der Körperhygiene sowie Gesellschafterfunktionen, wie die Konversation mit der zu betreuenden Person.

Werden derartige Tätigkeiten selbständig ausgeübt, hat der Betreuer/die Betreuerin bei der Bezirkshauptsmannschaft oder beim Magistratischen Bezirksamt das Gewerbe anzumelden. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) erhält über das Zentrale Gewerberegister Kenntnis von der Anmeldung und verständigt die neuen Gewerbetreibenden von der Einbeziehung in die Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung ab der Gewerbeanmeldung. Als Neuzugang sind monatliche Beiträge in Höhe von 139,78 Euro zu erwarten.

Werden medizinische Dienste erbracht, unterliegen diese Tätigkeiten nicht der Gewerbeordnung; solche Leistungen dürfen nur unselbständig als Pflegehelfer nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz oder selbständig als diplomierte Pflegekraft ausgeübt werden.

Die Bestimmungen der Gewerbeordnung und des Hausbetreuungsgesetzes sollen mit 1. Juli in Kraft treten. Die SVA rechnet mit zahlreichen Anmeldungen und wird die neuen Versicherten in Fragen des Sozialversicherungsschutzes bestmöglich beraten und betreuen.

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Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Gerhard Schumlits
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Gerhard.Schumlits@sva.sozvers.at

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