MAG ELF startet Kinderschutzkampagne

MitarbeiterInnen der MAG ELF machen in der neuesten Kampagne auf Gewalt gegen Kinder aufmerksam

Wien (OTS) - Die neue Kinderschutzkampagne der MAG ELF, die Anfang Juni startet, hat sich zum Ziel gesetzt, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die häufigsten Formen von Gewalt gegen Kinder, zu richten. Der Aspekt der Vernachlässigung von Kleinkindern schlägt sich in der Statistik der MAG ELF am häufigsten zu Buche, gefolgt von psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt.
Gewalt gegen Kinder ist für Außenstehende oft nur schwer erkennbar und hat auf Kinder schwer traumatische Auswirkungen. Darum spricht die Kinderschutzkampagne, umgesetzt von der Wiener Werbeagentur kommunikationsbuero, verstärkt Menschen aus dem sozialen Umfeld von potenziell betroffenen Familien an. Sie können derartige Formen der Gewalt und Gefahren leichter wahrnehmen und den zuständigen Stellen aufzeigen. Bei der MAG ELF ist das auch anonym möglich.****

MAG ELF Familienprofis: Sie beraten, unterstützen und sensibilisieren

Die MAG ELF - das Amt für Jugend und Familie - ist die größte Wiener Kinderschutzorganisation. Zu den Hauptaufgaben neben der intensiven Beratung und Unterstützung von Kindern und Eltern, zählt die Sensibilisierung aller Wienerinnen und Wiener für das Thema Gewalt. Denn "bei Gewalt an Kindern gibt es kein Wegschauen", bringt Kinder- und Jugendstadträtin Grete Laska die diffizile Problematik auf den Punkt.

Erst wenn die Expertinnen der MAG ELF von einem Verdachtsfall erfahren, können sich SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen und PsychologInnen aktiv um das Wohl des Kindes kümmern. Hierbei wird immer das gelindeste Mittel, die jeweils noch zum Ziel führende Maßnahme eingesetzt, da Kinderschutz auch Familienschutz bedeutet. "Dieser gesetzliche Auftrag verlangt von den MAG ELF MitarbeiterInnen besondere Sorgfalt, Aufmerksamkeit und Fachwissen," so die Abteilungsleiterin der MAG ELF, Mag. Renate Balic-Benzing.

13 Prozent mehr Abklärungsverfahren

Insgesamt gab es im Jahr 2006 11.529 Abklärungsverfahren (10.045 neue Befassungen + 1.484 offene vom Vorjahr ), womit es zu einer neuerlichen Steigerung von fast 13 % kam.

Mehr als die Hälfte - 55 % - aller Gefährdungsmeldungen beziehen sich auf den Verdacht der Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen, gefolgt vom Verdacht auf psychische Gewalt gegen Kinder (28 %). Bei 14 % geht es um die Abklärung von körperlicher Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und bei 3 % um Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Diese Verteilung blieb trotz stetigem Anstieg der Abklärungsverfahren in den letzten Jahren mit geringen Abweichungen gleich.

15 MAG ELF-MitarbeiterInnen treten auf den Plakaten für Kinderschutz ein

Insgesamt umfasst die Kampagne sechs verschiedene Sujets, wovon auf dreien Kinder die jeweiligen Gewaltformen visualisieren. Weitere drei Sujets werden von 15 MAG ELF MitarbeiterInnen getragen, welche die unterschiedlichen Berufsgruppen vertreten, die sich täglich für den Kinderschutz einsetzen. Acht Bogenplakate sind im Juni an 475 verschiedenen Stellen der Gewista in Wien affichiert, Inserate in den diversen Tageszeitungen und in den Bezirksblättern geschaltet wie auch am Infoscreen innerhalb der U Bahn Stationen Wiens.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) atd/spe

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Daniela Attwood
MAG ELF Öffentlichkeitsarbeit
Rüdengasse 11
1030 Wien
Email: atd@m11.magwien.gv.at
Tel: 4000/90758

Sperber Monika
Mediensprecherin von Vizebürgermeisterin Grete Laska
Tel. 4000/81 848
E-Mail: monika.sperber@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0017