Arbeitsmarkt - Marek: Schallmauer von 200.000 Arbeitssuchenden durchbrochen

Erstmals seit sechs Jahren Ende Mai mit 197.796 weniger als 200.000 Personen arbeitsuchend gemeldet

Wien (BMWA-OTS) - Hocherfreut zeigte sich heute Staatssekretärin Christine Marek anlässlich der gemeinsamen Präsentation der aktuellen Arbeitsmarktdaten Ende Mai 2007 mit AMS-Vorstand Johannes Kopf. "Wir haben wieder eine Schallmauer auf dem Weg zur Vollbeschäftigung durchbrochen", so Marek. "Erstmals seit sechs Jahren sind Ende Mai wieder weniger als 200.000 Personen Arbeit suchend gemeldet. Damit sind wir dem Ziel Vollbeschäftigung bis 2010 wieder einen weiteren Schritt näher."

Insgesamt sinke die Zahl der Arbeit suchend gemeldeten Personen um 6,6 Prozent bzw. 14.054 auf 197.796. Nach vorläufiger Fortschreibung des AMS liege die Arbeitslosenquote nach EUROSTAT-Methode derzeit bei 4,5 Prozent und damit Österreich auf Basis letzt verfügbarer Werte an fünfter Stelle im europäischen Vergleich. Bei gleichzeitigem Sinken der Arbeitslosenzahlen sei auch die Zahl der Schulungsteilnehmer leicht rückläufig. Ende Mai waren im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Prozent bzw. 5.471 weniger Menschen in Schulungsmaßnahmen des AMS. Das zeige, dass der Rückgang der Zahl der Arbeitssuchenden auch tatsächlich nachhaltig ist, so Marek.

Die gute Entwicklung lasse sich vor allem auf zwei Faktoren zurückführen, so die Staatssekretärin - einerseits auf das hohe Wirtschaftswachstum und andererseits auf die aktive Arbeitsmarktpolitik. Als "besonders gutes Zeichen für die weiter anhaltende Konjunktur" bezeichnete Marek die Tatsache, dass die Zahl der offen gemeldeten Stellen verhältnismäßig stark ansteigt (+ 21,3 Prozent). Auch sei im Zuge der Budgetverhandlungen sichergestellt worden, dass die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik auf dem Rekordniveau des Jahres 2006 bleiben. "Damit werden zusätzlich 204 Millionen Euro pro Jahr für Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt", so Marek.

Eckdaten zum Arbeitsmarkt

Im Mai ist die Zahl der Arbeit suchend vorgemerkten Personen um 14.054 auf 197.796 zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang um 6,6 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten ist nach einer Schätzung des BMWA im März um rund 68.000 (+ 2,1 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und hat sich damit noch einmal verstärkt. Im Mai 2007 waren mit 41.942 um 21,3 Prozent (+ 7.353) mehr offene Stellen gemeldet als ein Jahr zuvor. Darüber hinaus haben von den 197.796 vorgemerkten Arbeitssuchenden 29.064 eine Einstellzusage und erwarten aktuell daher keine Vermittlung durch das AMS. Die Zahl der Langzeitarbeitssuchenden ist um sensationelle 33,2 Prozent bzw. 2.981 Personen zurückgegangen. Die Dauer der Arbeitssuche beträgt durchschnittlich 92 Tage und hat sich damit um neun Tage gegenüber dem Vorjahr verkürzt.

Der Rückgang der vorgemerkten Personen ziehe sich auch durch alle Bereiche, so Marek. Bei den Männern sind es minus 8.420 (- 7,5 Prozent), bei den Frauen minus 5.634 (- 5,6 Prozent). Inländer: minus 6,9 Prozent (- 12.096), Ausländer: minus 5,3 Prozent (- 1.958). Der Rückgang der Zahl Arbeit suchender Jugendlicher beträgt 7,5 Prozent und ist damit stärker ausgefallen als der Gesamtrückgang von 6,6 Prozent. Bei den über 50-jährigen Personen waren im Mai 2007 um 2.258 weniger als Arbeit suchend vorgemerkt als im Vorjahr, was einem Rückgang von 5,5 Prozent entspricht.

Entwicklung in den Bundesländern

Den stärksten (relativen) Rückgang der Zahl der Arbeitssuchenden verzeichnet nach wie vor Oberösterreich mit minus 13,3 Prozent. Danach folgen Wien (-8,5 Prozent), Niederösterreich (-7,1 Prozent), Salzburg und das Burgenland (-6,8 Prozent), Vorarlberg (-6,7 Prozent), Kärnten (-3,5 Prozent), Tirol (-2,7 Prozent), Steiermark (-0,1 Prozent).

Entwicklung nach Branchen

Nach Branchen betrachtet verzeichnet die Sachgütererzeugung mit minus 10,2 Prozent den stärksten relativen Rückgang. Danach folgen das Bauwesen (-8,6 Prozent), Fremdenverkehr (-5,9 Prozent), Handel (-5,3 Prozent) sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen (-4,6 Prozent).

Weitere Details sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (www.bmwa.gv.at) in der Rubrik "Presse" im Anschluss an diese Meldung zu finden.

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