Österreichs Zukunft in Wissenschaft und Forschung Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) und der Österreichische Wissenschaftsrat (ÖWR) präsentieren gemeinsame Prinzipien für erfolgreiche Zukunft der österreichischen Wissenschafts- und Forschungspolitik

Wien (OTS) - Das "Wissenschafts- und Forschungsland" Österreich verfügt über ein leistungsfähiges Wissenschafts- und Forschungssystem und hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Die Reformen im Tertiären Bildungssektor und im Bereich der Forschungsförderung haben in institutioneller Hinsicht einiges bewegt und Flexibilität geschaffen. Das vorhandene Potenzial des Wissenschaftssystems kann jedoch noch weiter ausgeschöpft werden und hat seine Leistungsgrenzen noch nicht erreicht. Ausschlaggebend in der dazu notwendigen Diskussion sollten die für die Wissenschafts- und Forschungsentwicklung in Österreich besten Maßstäbe, nicht das vorderhand politisch Machbare sein.

Der ÖWR und der RFTE haben nach den Wahlen im Oktober 2006 Empfehlungen zur Wissenschafts- und Forschungspolitik für die neue Legislaturperiode veröffentlicht. Anhand des Regierungsprogramms und des nunmehr bekannten Bundesbudgets für Wissenschaft und Forschung lassen sich "Prinzipien für eine erfolgreiche Zukunft der österreichischen Wissenschaft- und Forschungspolitik" im Bereich der universitären und der außeruniversitären Forschung - sowohl im Grundlagen- als auch im Anwendungsbereich - ableiten. Diese Prinzipien lauten in Stichworten:

1. Gesamtkonzept für den österreichischen Forschungs- und Hochschulstandort sowie das Innovationssystem 2. Funktionsgerechte Differenzierung und ausreichende Finanzierung des Wissenschafts- und Forschungssystems 3. Leistungsabhängige Erhöhung der eingesetzten Mittel 4. Wettbewerb und Schwerpunktbildung auf intrainstitutioneller sowie interinstitutioneller Ebene unter Einbeziehung aller Forschungseinrichtungen 5. Bildung neuer Strukturen orientiert an der Forschungs- und Wissenschaftsentwicklung 6. Stärkung der Autonomie bei gleichzeitiger Professionalisierung von Leitungs-, Entscheidungs- und Berichtstrukturen 7. Nachwuchsförderung und durchgehende Karriereverlaufsmodelle 8. Internationalisierung sowie abgestimmte Initiative für Exzellenz und Qualität im gesamten Wissenschafts- und Forschungssystem 9. Koordinierende und die Entwicklung kritisch begleitende Institutionen

10. Stärkung des Zusammenhangs des Bildungs- mit dem Wissenschafts- und Forschungssystems

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Rat für Forschung und TechnologieentwicklungMag. Julia Prikoszovits, Tel.: (0)1/319 49 99-20
Österreichischer Wissenschaftsrat

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