AK-Dinkhauser: Chronisch Kranke unbürokratisch entlasten

". Unterstützung für Kdolsky-Modell - Rasche Umsetzung der 2%-Deckelung bei Rezeptgebühren wichtig

Innsbruck (OTS) - Der Tiroler AK-Präsident und Vizechef des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Fritz Dinkhauser, unterstützt das von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky vorgeschlagene Modell zur Deckelung der Rezeptgebühren für chronisch Kranke: "Ich halte das Modell für durchaus interessant. Wichtig ist jetzt die rasche Umsetzung der 2%-Deckelung bei Rezeptgebühren für die Versicherten." Die Ministerin hatte als Variante vorgeschlagen, dass die Versicherten nachträglich über den Weg des bereits bestehenden Leistungsinformationsblatts auch gleich eine Übersicht über die bezahlten Rezeptgebühren und den allfällig rückforderbaren Betrag erhalten sollen und anschließend einen Antrag auf Rückvergütung stellen können.

"Entscheidend ist für mich, dass jenes Modell jetzt rasch umgesetzt werden kann, das für den Versicherten transparent ist und chronisch Kranke unbürokratisch entlastet", so Dinkhauser. Wenn man dabei auf ein bestehendes System aufsetzen kann, ist das umso besser. Das Modell ist der von mir favorisierten Rückerstattung über den Lohnsteuerausgleich sehr ähnlich", so Dinkhauser.

Wichtig ist, dass ein System gefunden wird, bei dem es nicht nachträglich zu Neuberechnungen z.B. bei Jobwechsel oder vorübergehender Arbeitslosigkeit kommt und dann die Versicherten mit Rückforderungen konfrontiert werden. Das führt nur zu Verwirrung. Wenn man laufend während des Jahres berechnet, könnte dies aber der Fall sein.

"Jetzt kommt es darauf an, die Details des Kdolsky-Modells mit der Ministerin zu klären, damit man rasch in die Umsetzung der 2%-Deckelung gehen kann", so Dinkhauser. "Von der Diskussion um die Modelle allein spürt der einzelne nichts. Der Kranke merkt erst dann etwas, wenn er Geld ausbezahlt bekommt. Im Vordergrund muss immer der Versicherte stehen."

Die nachträgliche Verrechnung sieht Dinkhauser nicht unbedingt als Nachteil des Modells. "Das gilt nur für das Startjahr, denn dann bekommt der chronisch Kranke ohnehin alljährlich einen Betrag zurückerstattet."

Vielleicht gibt es auch noch Ideen, wie man die Auszahlung automatisieren kann, damit das Antragstellen wegfällt. Das wäre für die Versicherten noch angenehmer", so der AK Präsident abschließend.

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