Film Festival im neuen Design

Wien (OTS) - Bis zu 700.000 Menschen besuchen jedes Jahr im Juli
und August den Wiener Rathausplatz, um im einzigartigen Ambiente zwischen Rathaus und Burgtheater Musik und internationale Gastronomie zu genießen. Veranstaltungen dieser Dimension gehen aber nicht nur in Programm und Kulinarik mit den neuesten Trends, sondern auch Technik und Design sind maßgeblich für den Erfolg. So erstrahlt das Film Festival heuer von 30. Juni 2007 bis 2. September 2007 in einem gänzlich neuen Erscheinungsbild.

Das Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz ist schon fixer Bestandteil der Wiener Tradition und genießt sowohl bei den Wienern als auch bei den Besuchern aus den Bundesländern (14%) und dem Ausland (40 %) einen ausgezeichneten Ruf. 27% der Gäste aus den Bundesländern nehmen das Film Festival zum Anlass Wien einen Besuch abzustatten.

Wie eine Umfrage aus 2006 gezeigt hat, würden 69% aller Besucher keiner alternativen Kultur- und Freizeitaktivität nachgehen, wenn es das Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz nicht gäbe. Diese Aussage unterstreicht einmal mehr das Ziel der Stadt Wien, niederschwellig Zugang zu internationaler Hochkultur zu ermöglichen. Zwei Drittel aller Besucher bestätigen, dass durch das Film Festival auch ihr Interesse an klassischer Musik geweckt wurde.

Zwt.: Das neue Erscheinungsbild

Nach kontinuierlichen Adaptierungen in den vergangenen Jahren in den Bereichen Technik, Programm sowie der Erweiterung in den Park steht das Film Festival heuer in technischer, infrastruktureller sowie gestalterischer Hinsicht vor einer bahnbrechenden Neuerscheinung (Planung und Umsetzung bauArt architecture, Wien).

o Beschreibung der neugestalteten Bereiche: Zuschauertribünen auf sechs Ebenen für ca. 1200 Personen 3 VIP Logen auf den Tribünen VIP Terrasse mit Überdachung für rd. 180 Personen Projektorturm Projektionsleinwand Format 20 x 11,5 m Technischer Umstieg auf HD (Bild) und 5.1 (Ton)

Die Zuschauertribünen stellen eine Baumasse von 1200 m3 aus Holzwerkstoffkuben dar. Sie sind als gepolsterter Sitzbereich und Stehbereich mit den entsprechenden Aufgängen und Fluchtwegen gegliedert und bieten Platz für 1250 Personen. Die Gesamterscheinung umfängt den Platz vor dem Rathaus bogenförmig in 2 Segmenten. Die Tribünenoberfläche aus rauhen Siebdruckplatten stellt sich als massiver Block dar, schwer mit dem Boden verbunden und lädt gestalterisch zum angreifen und verweilen ein. Als Abgrenzung schließt eine textile Bespannung die Tribüne zum Park ab. Die Fläche mit metallischem Oberflächenfinish greift als semitransparente Spannfläche vertikal Raum und bietet einen starken Gegensatz zur Tribünenbaumasse.

Auf den Tribünen sind zusätzlich 3 VIP Sponsoren Logen-eingefasst von Pergolen mit Segelbespannungen - als Sonderbereiche untergebracht.

Dem gegenüber stellt sich die allgem. VIP Terrasse als rein technisches Konstrukt aus Kraftlinien und -flüssen dar. Sie durchbricht keilförmig den Tribünenbogen und wendet sich direkt zur Projektionsleinwand hin. Die besondere Anforderung war die Errichtung einer 150 m2 großen, fixen Überdachung. Die Plattform der Terrasse schwebt 3 m über dem Boden und wird vom schlanken Pneu wie von einem Luftschiff getragen

Eigentlich nur als technische Einrichtung geplant, rückt der Projektorturm aufgrund der notwendigen Position der eigens neu angeschafften Projektoren zur Leinwand in den Mittelpunkt der Achse Burgtheater/Rathaus. Durch die Ausführung in glattem Edelstahl und blauem Spiegelglas löst sich die hochreflektierende Konstruktion auf, wirft das Licht zurück und bildet Reflexe - eine Anspielung an die Lichtspiele die von ihm ausgehen.

Modernste tontechnische Infrastruktur

Letztendlich stellt die neue Leinwand gemeinsam mit den Projektoren und der neuen Tonanlage das Herzstück der Neuplanung dar. Die neue Anlage ist auf HD-fähige Vorführungen im Bildformat 16:9 mit einer Lichtleistung von 60.000 Centerlumen (2 Stk. Christie Roadie Projektoren HD + 30 K) und einer 5.1 Tonanlage ausgelegt und bespielt nunmehr eine Projektionsfläche von 20 x 11,5 m - eine Verdopplung zu den Vorjahren. Somit gehört sie qualitativ und flächenmäßig zu den ganz großen Spielflächen in Europa.

Durch die Form des Platzes haben sich ringförmige Tribünenelemente ergeben, die gleichzeitig die Gesamtwirkung verstärken und als Abgrenzung zum Gastrobereich und Park dienen. Die bewusste Öffnung der Achse Burgtheater/Rathaus durchschneidet die beiden Tribünen und erschafft eine Torsituation. Notwendig wurde daher eine Reduktion der Technikbereiche auf den minimalistischen Projektorturm und die Anordnung der VIP Terrasse als keilförmiges Kreissegment.

Kulinarische Welt - stylisch und modern

Der Gastronomiebereich birgt erstmals im Zentrum des Rathausplatzes eine überdachte Oase, die als begrünte Ruhezone für die Besucher dient. Von hier aus gelangt man entlang einer "Ess-Kurve" zu den zahlreichen Gastronomen. Ein Mehr an Wohlfühlerlebnis bietet die neue Carmens Lounge die erhaben auf einem Podest als einladendes Entree von der Ringstrasse aus dient und einen umfassenden Blick über den Rathausplatz und zur Leinwand ermöglicht.

Offene und weitläufige Präsentationsflächen ersetzen die "alten" Gastronomiestände und bieten den Gastronomen ab heuer die Möglichkeit die Besonderheiten des jeweiligen kulinarischen Herkunftslandes im Licht neuer Architektur zu inszenieren.

Dem neuen Design steht ein internationales kulinarisches Bouquet zur Seite. Rund um den Globus geht die Reise der Spezialitäten. China, Griechenland, Spanien und Indonesien sind genauso vertreten wie heuer erstmals die Schweiz - eine willkommene Einstimmung in Hinblick auf das kommende Großereignis, der Fußballeuropameisterschaft 2008. Für die perfekte Organisation und Gestaltung des Gastronomiebereiches zeichnet sich DO&CO als Platzgastronom verantwortlich.

Das Programm 2007

Das Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz ist eines der größten und erfolgreichsten Kulturvermittlungsprojekte weltweit. Insgesamt werden dieses Jahr 41 verschiedene Programme gezeigt werden, davon 37 Programme das erste Mal. Das hochkarätige Programm wird seit vielen Jahren vom Internationalen Musik + Medien Zentrum zusammengestellt.

Die Kriterien der Programmauswahl richten sich in erster Linie nach der künstlerischen Qualität, wobei bei der breiten Streuung des Publikums auch thematisch ein großes Spektrum des Geschmacks in den Bereichen Oper, Operette, Musical, Tanz, Konzert, Jazz und Kinderunterhaltung durch die gezeigten Programme abgedeckt wird.

Bei der Sichtung und Auswahl der Programme wurde in den letzten Jahren ein starker Trend zu den technischen Formaten 16:9 und jetzt vor allem HD festgestellt. Vor allem die HD-Programme werden für das Fernsehen von morgen produziert. Derzeit wird in Österreich das terrestrische Fernsehen auf digitale Sendetechnik umgestellt. Bis man als Konsument HD-Programme auch in HD-Qualität empfangen wird können, kann noch ein wenig Zeit vergehen. Das Filmfestival auf dem Wiener Rathauplatz ist sowohl bei der Qualität und Auswahl der gezeigten Programme, in der Gastronomie, als auch im Bereich Ton und Projektionstechnik Themenführer und auf dem letzten Stand.

Wer daher Oper und Konzert schon heute in HD-Qualität sehen will, daher die Zukunft schon heute erleben möchte, kann dies diesen Sommer erstmals auf dem Wiener Rathausplatz tun.

Die Programmhöhepunkte 2007:

- Oper/Operette o Manon

Eine Präsentation aus der Wiener Staatsoper von Jules Massenets "Manon" mit dem Liebling der Opernwelt, Anna Netrebko. In diesem Operndrama, das zu den meistgespielten Werken der französischen Musikliteratur zählt, singt die russische Starsopranistin mit Roberto Alagna. Die Inszenierung stammt von Andrei Serban, am Pult des Orchesters der Wiener Staatsoper steht Bertrand de Billy.

o Il Trovatore

Ein blutrotes Monster aus Stahl und Flammen auf dem ruhigen Wasser des Bodensees: Das ist Robert Carsens unkonventionelle Sicht auf Verdis "Il Trovatore", der Produktion der Bregenzer Festspiele 2006. Im bedrohlichen Ambiente einer Ölraffinerie vernichten die von den Charakteren gelebten Leidenschaften - Liebe, Hass, sexuelle Begierde und Rache - sie letztendlich. Diese spektakuläre Inszenierung vereint eindrucksvolle Bilder, kluge Reflexionen über die heutige Welt und herrlichen musikalischen Ausdruck.

o Le Nozze di Figaro

Mit Mozarts Oper "Le Nozze di Figaro" unter der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt hieß es "Vorhang auf" für die neue Spielstätte in Salzburg, das "Haus für Mozart". Bis in die kleinsten Rollen wurden Stars für dieses Opern-Event verpflichtet: Anna Netrebko, Ildebrando d'Arcangelo, Juliane Banse, Dorothea Röschmann, Christine Schäfer, Bo Skovhus. Die Inszenierung dieser populären Mozart-Oper hat Claus Guth übernommen.

o Tosca

Puccinis "Tosca" können wir hier in einer einzigartigen Inszenierung von Hugo de Ana mit bis zu 2000 AkteurInnen im traumhaften Bühnenbild der Arena di Verona bewundern.
o Der Graf von Luxemburg 2006, im 49. Jahr der Seefestspiele Mörbisch, feierte "Der Graf von Luxemburg" seine Premiere auf der Seebühne. Franz Lehár schuf eine effektvolle Partitur, schillernd zwischen lyrischen und stürmischen Musiknummern und hinreißenden Ensembleszenen, deren Bühnenwirksamkeit bis heute ungebrochen ist.

- Konzert o Das Waldbühnen-Konzert: Plácido Domingo, Anna Netrebko, Rolando Villazón

Diese magische Nacht in der Berliner Waldbühne zählt bereits zu jenen Konzerten, die unvergesslich sind. Die Superstars der klassischen Musik Anna Netrebko, Rolando Villazón und Plácido Domingo traten erstmals gemeinsam mit einem faszinierenden Programm aus Oper, Operette und Musical auf und wurden enthusiastisch von 20.000 ZuhörerInnen gefeiert.

o Paul Anka: Rock Swings

"Diana," "Put your Head on my Shoulder" und "My Way" sind die weltbekannten Hits des großen Entertainers Paul Anka, welche er bei diesem mitreißenden Konzert ebenso wie Rocksongs wie "Smells Like Teen Spirit" und "Black Hole Sun" - im Swing-Beat - erfrischend neu interpretiert.

o Max Raabe & das Palast Orchester

An einem Sonntagabend im August 2006 hielten 20.000 Menschen bunte Regenschirme hoch, während sie Max Raabe und seinem Palast Orchester zuhörten, als er Hits der Zwanziger und frühen Dreißiger spielte. Da der ausgezeichnete Interpret dieser Melodien sie mit solcher Präzision, jovialer Vitalität und äußerster Perfektion spielt, klingen die über 80 Jahre alten Lieder so frisch und lebendig wie bei ihrer ersten Aufführung.

o Africa Live: Magic Moments und Youssou n'Dour

Erstmals hat eine afrikanische Organisation, Roll Back Malaria, in Afrika gemeinsam mit Afrikas größten Musikstars ein Musikfestival - Africa Live 2005 - organisiert, wobei sie sich gemeinsam engagierten, Geld zu sammeln für den Kampf gegen Malaria. Der erste Teil bietet Highlights des Konzertes mit Tinariwen, Oumou Sangare, Salif Keita, Pape Diouf und Angelique Kidjo. Es folgt Youssou n’Dour mit den Cairo Strings.

o Und der Klassiker Wiener Neujahrskonzert 2007, erstmals in HD

Zubin Mehta stand zum vierten Mal am Pult der Wiener Philharmoniker, um das wohl populärste und traditionsreichste Konzert der Welt - das Wiener Neujahrskonzert - zu leiten. Schauplätze für die Auftritte des Ballettes der Wiener Staatsoper und Volksoper mit internationalen Gast-Stars sind das original restaurierte Schloss Hof und Schloss Schönbrunn.

- Tanz/Ballett o Compagnia Aterballetto: Romeo und Julia

Aterballetto steht für Choreographien von überschäumender Leidenschaft. Die Musik Prokofjews ist kraftvoll, die Emotionen, die sie transportiert, sind universal. Mario Bigonzettis Ballett-Drama "Romeo und Julia" thematisiert Sinnlichkeit und Kampf, Liebe und Tod und huldigt der Jugend und ihrer Lust auf Risiko. All seine Romeos und Julias tragen Biker-Kleidung und tanzen auf Motorradhelmen.

o Nederlands Dans Theater: Bella Figura, Sleepless, Birth-Day

"Nederlands Dans Theater" - seit langem schon steht dieser Name für innovatives Tanztheater auf der Höhe der Zeit. Doch wenn der tschechische Choreograf Jirí Kylián, dem dieser Abend gewidmet ist, mit dem Ballett arbeitet, entsteht etwas vollkommen Neuartiges: Denn Kylián verbindet seine Erfahrungen auf dem Gebiet des neoklassischen Tanzes mit den extremen Techniken des "Modern Dance". "Bella Figura", "Sleepless" und "Birth-Day" bieten einen Einblick in sein vielseitiges Schaffen.

- Kinder o Peter und der Wolf

Die vielgeliebte Erzählung "Peter & der Wolf" hat bei über fünf Generationen von Kindern ihren Nachhall gefunden, sie alle wurden verzaubert von ihrer Kraft und ihrem Sinn für Spaß. Diese Version begeistert durch ihre phantastische Filmanimation!

o Die Zauberflöte für Kinder & Bastien und Bastienne

Es ist schon zu einer Tradition geworden: Am Tag nach dem Opernball öffnet die Wiener Staatsoper ihre Türen speziell für Kinder. W. A. Mozarts "Zauberflöte" ist in einer eigens adaptierten Fassung für musikinteressierte SchülerInnen zu sehen. Seiji Ozawa dirigiert persönlich und erläutert den Einsatz der einzelnen Instrumente. Hans Peter Kammerer als Papageno erzählt die Geschichte der Zauberflöte. Diese Inszenierung für Kinder von "Bastien und Bastienne" erzählt die Geschichte des Schäfers und der Schäferin, welche nach Verwicklungen und Missverständnissen ein glückliches Happy End erleben. (Schluss) kul

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Katharina Kula
stadt wien marketing und prater service gmbh
Kolingasse 11/7
1090 Wien
Fon: 319 82 00/61
Fax: 319 82 00/82
E-Mail: kula@wien-event.at
www.wien-event.at/
www.bewegungfindetstadt.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0014