Kadenbach: Interessen von Mensch und Natur müssen in Einklang gebracht werden

Biber-Projekt-Abstimmung mit den Gemeinden läuft

St. Pölten, (SPI) - Seit einigen Jahren wird in Niederösterreich das Biber-Management aufgebaut. In den letzten Monaten wurden intensive Gespräche mit den betroffenen Gemeinden geführt, um möglichst rasch Lösungen zu finden. "Eine der schwierigsten Aufgaben des Naturschutzes ist es, die Interessen von Mensch und Tier in Einklang zu bringen. Durch die immer intensivere Nutzung unserer Umwelt mehren sich natürlich zwangsläufig die Konflikte. Daher muss es das vorrangige Ziel sein, genau diese Konflikte zu lösen und langfristig das Zusammenleben von Mensch und Tier zu ermöglichen", so NÖ Naturschutzlandesrätin Karin Kadenbach anlässlich der gestrigen Abstimmungsrunde mit den betroffenen Gemeinden. "Mir ist es wichtig, dass alle gemeinsam an den entsprechenden Lösungen arbeiten. Das schließt sowohl die Gemeinden, die Landwirte, die Jagd und die Fischerei wie auch natürlich die zuständigen Abteilungen des Landes -Wasserrecht, Wasserbau und Naturschutz - mit ein", so Kadenbach weiter.****

"Man darf nicht außer Acht lassen, dass die Biber eine europarechtlich streng geschützte Tierart sind. Daher ist ein Eingriff in die Population ausschließlich nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich", führt LR Kadenbach aus. Derzeit sind die Tiere wegen der Fortpflanzungszeit und der Aufzucht der Jungtiere absolut geschützt. Danach können in Abstimmung mit der Naturschutzabteilung, sofern der Bestand der Art gesichert ist, Eingriffe in die Population durchgeführt werden. "Bis 15. Juli 2007 können die Gemeinden die Anträge für Ausnahmegenehmigungen stellen, ab September kann voraussichtlich mit den Maßnahmen begonnen werden. Die Aufstellung der Fallen und deren Kontrolle sollen durch geschulte lokale BetreuerInnen erfolgen. Wir versuchen daher in den Pilotgemeinden Personen zu gewinnen, die dann in den Sommermonaten im Aufstellen und Beködern der Fallen eingeschult werden können", erläutert LR Kadenbach.

"Natürlich ist es absolut notwendig, die Schäden für die Bevölkerung und die Wirtschaft so weit wie nur irgendwie möglich zu verhindern. Daher suchen wir nicht nur laufend das Gespräch mit den Gemeinden, um die Problemstellungen genau zu erfassen, sondern versuchen auch durch gezielte Naturschutzprojekte Lösungen zu erarbeiten. Die Naturschutzabteilung wird über den Sommer alle diesbezüglichen Möglichkeiten prüfen", führt LR Kadenbach aus. "Ich habe volles Verständnis für die Menschen in den betroffenen Gebieten. Wir nehmen die Sorgen und Anregungen der Bevölkerung selbstverständlich sehr ernst und werden alles unternehmen, um ein Nebeneinander von Mensch und Tier zu ermöglichen", so LR Kadenbach abschließend.
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