Grüne kritisieren VOR - Tariferhöhung um bis zu 71 Euro

Fasan: "Die Bahn braucht kontrollierten Wettbewerb"

St. Pölten (Grüne) - "Natürlich sind die Preiserhöhungen im "Verkehrsverbund - Ost Region VOR" in erster Linie eine Folge der Begehrlichkeiten der Verkehrsunternehmen ÖBB und Wiener Linien. Dennoch sind sie unverständlich und überhöht", kritisiert der grüne Verkehrssprecher LAbg. Martin Fasan die mit heutigem Datum gültigen neuen - deutlich erhöhten - Tarife im VOR.

Die VOR-Jahreskarte "4 Außenzonen inkl. Kernzone Wien" (z. B. für die Relation Wiener Neustadt - Wien) kostete bisher 1.287,- Euro. Ab heute beträgt der neue Preis 1.358,- Euro. "Das ist ein Zuwachs von 71,- Euro für viele StudentInnen und PensionistInnen, der schwer verkraftbar ist", so Fasan.

Was die Grünen besonders besorgt: Die Schere zwischen Verbraucherpreis-Index und Preisen der Bahn geht weiter auseinander. Den Grünen liegt eine Studie der "Gesellschaft für Verkehrswesen" vor, die eine Preissteigerung der VOR - Jahreskarte "4 Außenzonen inkl. Kernzone Wien" von 289 % (!) seit 1991 nachweist. 1991 kostete diese Jahreskarte 311 Euro, heute kostet sie 900 Euro. Dass dies mehr als deutlich über dem Verbraucherpreisindex liegt, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.

"Diese Preissteigerungen können aber auch nicht mit einer etwaigen Qualitätsverbesserung gerechtfertigt werden. Denn schlechtes Wagenmaterial, häufige Verspätungen und überfüllte Garnituren sind nach wie vor die Regel. Die Länder sollten sich beim öffentlichen Personennahverkehr in Zukunft mehr an den Möglichkeiten des kontrollierten Wettbewerbes orientieren. Es ist kein Naturgesetz, dass alle Bahnlinien von den ÖBB betrieben werden müssen. Vielleicht gibt es auch billigere und bessere Alternativen im Nahverkehr", so Fasan abschließend.

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