Zinggl: Volle Unterstützung für Schmied in Sachen Kunstrestitution

Leopold Museum muss endlich auch dem Kunstrückgabegesetz unterworfen werden

Wien (OTS) - Überaus erfreut zeigt sich Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, über die jüngsten Erklärungen von Kulturministerin Claudia Schmied hinsichtlich der Restitution von Kunstwerken, die während der NS-Zeit ihren zumeist jüdischen EigentümerInnen entzogen wurden. "Bei ihren Bemühungen, die Restitution als moralische Pflicht des Staates außer Frage zu stellen, hat die Ministerin meine volle Unterstützung", meint Zinggl. "Es ist höchste Zeit, die Rückgabe geraubter Kunst vom fragwürdigen Odeur eines staatlichen Gnadenaktes zu befreien."

Mit Clemens Jabloner habe Schmied zweifelsohne den bestmöglichen Vorsitzenden für den Kunstrückgabebeirat gewonnen, so Zinggl weiter. Großes Lob zollt der Kultursprecher der Grünen dem Ansinnen der Ministerin, das Leopold Museum in die Pflicht zu nehmen. "Die Anwaltskosten für den Rechtsstreit um das 1998 beschlagnahmte ‚Bildnis Wally‘ belasten das Budget des Museums mit jährlich über 500.000 Euro. Um genau diese horrenden Kosten für das Belvedere zu vermeiden, hat die Regierung im Fall Bloch-Bauer 2005 der Einsetzung des Schiedsgerichts zugestimmt. Es ist bizarr, dass die SteuerzahlerInnen nun den Kampf einer staatlich subventionierten Privatstiftung gegen die Rückgabe geraubter Kunst finanzieren", so Zinggl. Es sei dringend notwendig, das Kunstrückgabegesetz, das sich im Moment nur auf die ehemaligen Bundesmuseen beziehe, auch auf das Leopold Museum auszuweiten. "Wir hoffen sehr", so Zinggl abschließend, "dass es in diesem Fall nicht nur bei unverbindlichen Ankündigungen bleibt."

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