VP-Gerstl: "Wiener Linien nur beim Fahrgäste-Abzocken schnell"

Tarifumstellung zu früh, dafür U-Bahnen ständig zu spät

Wien (VP-Klub) - "Die Wiener Linien sind nur beim Abzocken ihrer Fahrgäste schnell unterwegs. Während man von ihnen Verspätungen sonst leider gewohnt ist, konnten sie es offenbar nicht erwarten, ihren Kunden die höheren Fahrpreise aufs Auge zu drücken. Deshalb haben sie einige Fahrscheinautomaten einen Tag zu früh umgestellt. Die Wiener Linien sind aufgefordert, das unzulässige Körberlgeld den betroffenen Fahrgästen rasch und vor allem unbürokratisch zurück zu erstatten. Dieses unverschämte Vorgehen zeigt aber eines: Den Wiener Linien ist offenbar jedes Mittel recht, um ihre Kundinnen und Kunden nachhaltig zu verärgern", kritisiert der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Gerstl.

Er forderte die zuständige Finanzstadträtin Brauner auf, die Wiener Linien zu einer wirklichen Kunden- und Serviceorientierung anzuhalten. "Dazu zählt auch, dass man mit den Mehreinnahmen durch die unverfrorene Gebührenabzocke Missstände bei den Wiener Linien beseitigt. Ständige Zugverspätungen, mangelnde Klimatisierung der Garnituren, Betriebsstörungen, offenes Drogendealen in den U-Bahnen:
Zu tun gäbe es genug, nur wird leider viel zu wenig getan", so Gerstl. Er befürchtet, dass sich die Situation für die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel weiter verschlimmert. "Indiz dafür sind die Andeutungen, dass ohne großes Aufsehen eine halbe Milliarde Euro für den U-Bahn-Ausbau gestrichen werden soll."

SPÖ verliert letzten Rest an Glaubwürdigkeit

Gerstl weiter: "Wofür erstellt die SP-Stadtregierung im Jahr 2003 einen Verkehrsmasterplan und verspricht hoch und heilig die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, wenn dieser Plan heute nicht mehr gilt? Damit gesteht die SPÖ das Scheitern ihrer eigenen Verkehrspolitik ein und verliert gleichzeitig den letzten Rest an Glaubwürdigkeit. Die ÖVP Wien sieht keinen Grund, von den Zielen in diesem Plan abzurücken, sondern wir erwarten, dass die SP-Stadtregierung ihre Versprechen an die Wienerinnen und Wiener endlich einmal umsetzt. Denn es kann nicht sein, dass die Autofahrer immer mehr schikaniert werden und es gleichzeitig keine Verbesserungen im Bereich der Öffis gibt. Der Verkehrsstadtrat ist dringend am Zug, diese Doppelmühle für die Wienerinnen und Wiener zu beenden."

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