Donnerbauer sagt "Internet-Kinderpornografie" den Kampf an

Designierter ÖVP-Justizsprecher hat Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet

Wien (ÖVP-PK) - Der designierte ÖVP-Justizsprecher Mag. Heribert Donnerbauer sagt der "Internet-Pornographie" den Kampf an. Realistisch wirkende virtuelle Darstellungen von Kindesmissbrauch sollten seiner Meinung nach im Sinne des Kinderporno-Paragraphen 207a strafrechtlich relevant sein. Zur genauen Klärung der Rechtslage in Österreich hat er eine Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet. Anlass dafür bildete das vom Internet auch aus Österreich zugängliche Computerprogramm namens "Second Life", das ein amerikanisches Unternehmen zur Verfügung stellt. In diesem Internet-Spiel ist es jedem beliebigen Nutzer möglich, sich in verschiedenen der Realität nachgebildeten Welten zu bewegen und sich dort mit anderen Spielern zu treffen und ein zweites, virtuelles, Leben zu kreieren. Wie der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) in seinem "Report Mainz" berichtete, biete dieses Internetspiel auch die Möglichkeit, sexuelle Handlungen und sexuellen Missbrauch an und mit Kindern virtuell in Form wirklichkeitsnaher Abbildungen nachzubilden. Auch werden laut diesem Bericht sogar Vergewaltigungen von Kindern internet-öffentlich nachgestellt. ****

Laut dem Bericht von "Report Mainz" stelle "Second Life" bereits einen Tummelplatz von Pädophilen dar, und es werden auf der Internetplattform auch schon reale kinderpornografische Darstellungen veröffentlicht. "Es ist erschreckend, wenn ich mir vorstelle, dass sich hinter jedem virtuellen Täter ein echter Mensch versteckt, der diese Vorgänge von seinem Computer aus steuert", so Donnerbauer heute, Freitag.

Da es sich hier nach Ansicht Donnerbauers um wirklichkeitsnahe Abbildungen geschlechtlicher Handlungen an unmündigen Personen handelt, könnte das Herstellen, Vorführen oder Besitzen solcher pornografischer Darstellungen den Tatbestand des Paragraphen 207a erfüllen. Mit seinem Antrag an die Staatsanwaltschaft Wien will der designierte ÖVP-Justizsprecher nähere Erhebungen zur Prüfung der strafrechtlichen Relevanz der im so genannten "Second Life" stattfindenden Praktiken einleiten und allenfalls festzustellende strafrechtliche Handlungen gerichtlich verfolgt wissen.

"Wenn es bei uns kein Gesetz dagegen gibt, so muss man es eben machen. Mir liegt der Schutz unserer Kinder sehr am Herzen, derartigen Online-Rollenspielen muss ein Ende gesetzt werden", so der ÖVP-Abgeordnete - selbst Vater von zwei Töchtern - abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001