Arbeitsklima-Index auf Höchststand, Einkommenszufriedenheit bleibt zurück

Wien (OTS) - Der Arbeitsklima-Index hat mit 111 Punkten den bisher höchsten Stand seiner zehnjährigen Geschichte erreicht. Die Zufriedenheit mit dem Einkommen stagniert allerdings auf dem niedrigen Wert von 1997. Die Arbeitnehmer/-innen spüren, dass sie am Wirtschaftsaufschwung nicht angemessen teilhaben.

Die aktuelle Messung des Arbeitsklima-Index ergibt, dass der Index seit vergangenen Herbst um drei Punkte auf 111 Punkte gestiegen ist. Damit liegt die Arbeitszufriedenheit im Frühjahr 2007 um zwei Punkte höher als der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2001. Ursache dieser positiven Entwicklung ist die höhere Zufriedenheit der Beschäftigten mit ihrer engeren Arbeitsumgebung.

Der Aufwärtstrend wird allerdings durch einen wichtigen Faktor gebremst: Nach wie vor sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Löhnen und Gehältern nur wenig zufrieden. Mit 49 Prozent gibt weniger als die Hälfte an, dass sie mit dem Einkommen vollkommen das Auslangen findet. Im Frühjahr 2001 - dem bisherigen Rekordhalter der Arbeitsklima-Messungen - waren es hingegen 56 Prozent gewesen. Dieser Vergleich zeigt, dass die Beschäftigten sehr wohl wissen, dass der Wirtschaftsboom sich nicht angemessen in ihrer Entlohnung niederschlägt.

Der Aufwärtstrend des Arbeitsklima-Index ist, so die Interpretationen der Institute SORA und IFES, auf wachsende Zufriedenheit mit dem engeren Arbeitsumfeld zurückzuführen. Vor allem die Belastung mit physischem und psychischem Stress wird nicht mehr so stark empfunden wie noch im Vorjahr. Paradoxerweise hat die Hochkonjunktur offenbar den Druck auf die Beschäftigten verringert. Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, ist angesichts voller Auftragsbücher und dem von den Unternehmen geäußerten Wunsch nach neuem Personal zurückgegangen.

Der Arbeitsklima-Index ist ein Maßstab für den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Index untersucht die Einschätzung hinsichtlich Gesellschaft, Betrieb, Arbeit und Erwartungen.

Der Arbeitsklima-Index wurde von der Arbeiterkammer Oberösterreich gemeinsam mit den Instituten SORA und IFES entwickelt. Seit 1997 wird er zweimal jährlich präsentiert, dazwischen werden auch Auswertungen zu Sonderthemen veröffentlicht.

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