20 Jahre Jugend Innovativ - Glanzvolles Fest in der Orangerie

Schulwettbewerb für helle Köpfe feiert Jubiläum

Wien (OTS) - Das 20-jährige Bestehen des größten österreichischen Schulwettbewerbs Jugend Innovativ war Donnerstag abend Anlass für ein glanzvolles Fest in der Orangerie im Schloss Schönbrunn. Über 250 aktive und ehemalige Teilnehmer, Lehrerinnen und Lehrer sowie Interessenten konnte die österreichische Finanzierungs- und Förderbank austria wirtschaftsservice als Veranstalterin begrüssen. Peter Takacs, Geschäftsführer der aws: "Ich bin stolz auf die Leistungen und Erfolge von Jugend Innovativ, das von unserem Haus seit 20 Jahren begleitet wird. Besonders stolz bin ich aber auch auf die Leistungen der Jugend." Die Erfahrungen der letzten beiden Dekaden hätten gezeigt, dass die Kraft der Innovation bei Österreichs Jugend lebendig und vielversprechend sei.

1987 bis 2007 - eine Erfolgsgeschichte der Innovation in den Schulen

Bereits im Jahr 1987 startete die Innovationsagentur -Vorläufergesellschaft der heutigen austria wirtschaftsservice -gemeinsam mit dem Pädagogischen Institut Wien einen Schulversuch zum praxisgerechten Unterricht mit dem Ziel des Abbaus von Berührungsängsten gegenüber neuen Technologien. Unter dem Titel "neue Technologien" beteiligten sich acht Wiener AHS am fächerübreifenden Unterricht, die Ergebnisse wurden im Wiener Technischen Museum dargestellt.

Im Folgejahr ging der Pilotversuch in Serie - 60 Projekte wurden aus ganz Österreich eingereicht. Im Oktober 1989 etablierte dann auch die Europäische Union erstmals den europaweiten "EU-Contest for Young Scientists", bei dem das österreichische Projekt "Elektronischer Plotter" auf Anhieb den dritten Platz errang. Der spätere Wettbewerbsname "Jugend Innovativ" wurde 1990 geprägt, durch Zusammenführung mit dem Wettbewerb der heutigen Firma Air Liquide. Im selben Jahr überschritt die Teilnehmerzahl erstmals 100 eingereichte Projekte und 1991 errang ein österreichisches Team erstmals den 1. Platz beim Europäischen Contest - mit dem Projekt "Untersuchung eines gebrauchten Abgas-Katalysators". Ein Sieg, dem noch zahlreiche weitere folgen sollten.

Einen Höhepunkt bildete im Jahr 2002 die Veranstaltung des 14. EU-Contests for Young Scientists in Wien - Europas innovative Jugend war für eine Woche zu Gast in Österreich. Im Jahr 2003 wurde Jugend Innovativ durch die Einführung der heutigen Wettbewerbskategorien Business, Design, Engineering und Multimedia neu ausgerichtet. Das Konzept bewährte sich und 2004 erreichte die Zahl der Anmeldungen mit 311 eingereichten Projekten einen Rekord, der im heurigen Jahr mit 375 Einreichungen übertroffen wurde.

Jugend Innovativ in Zahlen

Insgesamt wurden in den 20 Jahren Jugend Innovativ über 3.600 Projekte eingereicht. Nach Teilnehmern beträgt der Anteil der Teilnehmer an Jugend Innovativ insgesamt unglaubliche 0,5% der gesamten österreichischen Bevölkerung. Die Anzahl der Schulklassen (bei 25 Schülern pro Klasse), die durch alle Jugend Innovativ-Teilnehmerinnen gefüllt werden könnten, beträgt 1.280, beinahe ebensoviele Brötchen wurden von den hochkarätigen Juroren während der Jurysitzungen der letzten 20 Jahre gegessen, nämlich 1.200.

Spannende Projekte - innovative Entwicklungen

Die Bandbreite der Projekte, die in den letzten 20 Jahren im Rahmen von Jugend Innovativ vorgestellt wurden, ist groß. Ein beträchtlicher Teil der Projekte entstammt - getreu dem ursprünglichen Motto - dem technischen Bereich. Vom virtuellen Blindenstock auf Ultraschallbasis (1. Platz EU-Contest 1998) über Stimm- und Messvorrichtungen für Mikrofonmembrane (1. Platz EU-Contest 2004) bis hin zur intelligenten Raumtemparatursteuerung (2. Platz International Science und Engineering Messe, Alabama, USA, 1994) und zum höchst erfolgreichen Flugzeugenteisungssystem (1. Platz EU-Contest 2006) reicht der Bogen der technischen Entwicklungen. Aber auch kurios anmutende Ideen mit Nutzen fanden ihre Anerkennung: 1995 zum Beispiel wurde ein Projekte für einen WC-Türdrücker ausgezeichnet, der - wenn er innen verschlossen wird - aussen komplett verschwindet und damit Taschendieben, die auf an der Innenschnalle aufgehängte Taschen und Sakkos abzielen, keine Chance mehr bietet.

Andere Entwicklungen, wie innovative Schulmöbel (Finale 1993), Kleintierzähler (Finale 1995), Projekte zur Regenwassernutzung an Schulen (Finale 1996), intelligentes Road- und Parkpricing (1997), Handyortungssystem (1999), löschende Christbaumkugeln zur Verhinderung von Bränden (2003) oder mikrobiologische Wassterstoffproduktion (2004) zeigen, dass Österreichs Schuljugend breit interessiert und stets ihrer Zeit voraus ist.

Jugend Innovativ - die Zukunft

Dass Jugend Innovativ auch weiterhin einen wichtiger Bestandteil in der Innovationsausbildung an österreichischen Schulen darstellen wird, ist Peter Takacs überzeugt: "In einer globalisierten Wirtschaft gewinnt die Ausbildung mit praxisrelevanten Inhalten zunehmend an Bedeutung. Jugend Innovativ unterstützt kreatives Denken, innovatives Handeln und fächerübergreifende Zusammenarbeit", so der Wirtschaftsexperte. Für die Zukunft wünscht sich Takacs einen weiteren Ausbau des erfolgreichen Jugend Innovativ-Programms, etwa durch die Einführung von verpflichtenden Projektarbeiten an AHS oder die Aufnahme von Innovationsmanagement in den Unterrichtskatalog von Österreichs Schulen.

Getragen wird Jugend Innovativ vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Als Veranstalter im Auftrag der Ministerien ist die österreichische Finanzierungs- und Förderbank austria wirtschaftsservice zentrale Drehscheibe des Wettbewerbs. Nähere Informationen zu Jugend Innovativ und seiner Geschichte finden sich auch in der Jubiläumsbroschüre und unter www.jugendinnovativ.at.

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DI Dr. Mathias Drexler
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