Neues Volksblatt: "Zu viel Dampf" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 1. Juni 2007

Linz (OTS) - Was sich zwischen den Parteien derzeit in Sachen Schulreform abspielt, schafft für die Betroffenen - Kinder, Eltern, Lehrer - nicht gerade Vertrauen. Mit Schlagwörtern, Pseudo-Aktivitäten oder Aufregungen wird versucht, darüber hinwegzutäuschen, dass das eigentlich Zentrale kaum stattfindet: Die ruhige Analyse, wo genau Veränderungsbedarf besteht, wie dieser aussehen kann und welche Umsetzungsschritte dafür notwendig sind. Professionelles Management-Vorgehen wird durch eine Art Chaos-Debatte substituiert. Was nicht nur Verunsicherung schafft, sondern auch Politikverdrossenheit schürt.
Nach dem Ablassen politischen Dampfs wäre es jetzt höchste Zeit, sich in aller Ruhe (also ohne rasante, dafür undurchdachte und daher lachhafte Gesamtschul-Einführungstendenzen wie im Wiener Stadtschulrat) den verschiedenen Themen zuzuwenden - vom richtigen Zeitpunkt der Differenzierung bis zu Fragen der besseren (Sprach)Förderung für Migrantenkinder, aber auch Kindern mit sonstigem Förderbedarf, Stichwort etwa Legasthenie. Letztere sind in der Debatte bisher völlig untergegangen - was der Debatte, siehe oben, ein entsprechendes Zeugnis ausstellt.

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