ÖSTERREICH: 250.000 Stichproben bei Kindergeld

Kdolsky beginnt Überprüfung der Zuverdienstgrenze

Wien (OTS) - Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) hat den Startschuss für die Überprüfung der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld gegeben. Mehr als 250.000 Stichproben sollen gezogen werden, bestätigt Kdolsky-Sprecher Jürgen Beilein in der Tageszeitung ÖSTERREICH (Freitag-Ausgabe).

Wenn die Zuverdienstgrenze von 14.600 Euro pro Jahr um mehr als die Toleranzgrenze von 15 Prozent überschritten wurde, soll eine Rückforderung folgen. Der frühere BZÖ-Sozialminister Herbert Haupt hatte die Überprüfung der Zuverdienstgrenze per Bescheid ausgesetzt. Kdolsky hat deshalb sogar eine Anzeige gegen Haupt wegen Amtsmissbrauch prüfen lassen, letztlich aber zu wenig Verdachtsmomente gefunden.

Schätzungen des Kdolsky-Ressorts gehen davon aus, dass knapp 2.000 Personen jährlich die Zuverdienstgrenze überschreiten, weitere 10.000 Personen beziehen ungerechtfertigt den Zuschuss für Alleinerzieherinnen und einkommensschwache Familien. Härtefälle will die Ministerin aber vermeiden. Wer eine Rückforderung erhält, kann Einspruch erheben, so Beilein. Möglich sind dann eine Stundung oder überhaupt ein Verzicht auf die Rückzahlung.

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