Kraftwerksausbau in Linz-Mitte verdoppelt Leistung und Kapazität

Energienutzplan der LINZ AG wird konsequent umgesetzt - Umweltfreundlichkeit findet besondere Berücksichtigung

Linz (OTS) - Einen großen Schritt vorwärts bei der nachhaltigen Sicherung der Energieversorgung und eine besondere Berücksichtigung der Umweltfreundlichkeit stellen die Ausbaumaßnahmen der LINZ AG dar, die am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Vor dem Hintergrund des florierenden Wirtschaftsraumes Linz und der damit gegebenen ständig wachsenden Nachfrage nach Energie erfolgt der Ausbau des Kraftwerks Linz-Mitte, durch den Leistung und Kapazität verdoppelt werden. Schon 1990 hatte die damalige Energieverwertungsagentur im Auftrag der Stadt Linz einen Energienutzplan erstellt, der als Entwurf für einen optimalen Energieplan für Linz dienen sollte. Die Errichtung der "Linie 1B" im Fernheizkraftwerk Linz-Mitte ist der nunmehr letzte Schritt bei der Umsetzung dieses Energienutzplans.

Bei der Präsentation des Vorhabens betonte Bürgermeister Mag. Franz DOBUSCH, Aufsichtsratsvorsitzender der LINZ AG: "Es liegt ein einstimmiger Aufsichtsratsbeschluss über den weiteren Kapazitätsausbau vor, der Energienutzplan von 1990 wird konsequent umgesetzt. Die Stadtregierung wird einen neuen Energienutzplan für die nächsten 20 Jahre erarbeiten. Wir wollen weitere eigene Kapazitäten aufbauen, um unabhängig zu werden - unsere Grundsatzphilosophie überhaupt: alle Dienstleistungen der Daseinsvorsorge sehr kostengünstig anzubieten".

Der Generaldirektor der LINZ AG, Mag. Alois FROSCHAUER, wies auf die zentrale Rolle seiner Gesellschaft hin, die als regionales Unternehmen als Maxime die Sicherheit der Versorgung ihrer Kunden habe, es werde alles unternommen, "was wirtschaftlich notwendig und wirtschaftlich vertretbar" sei, um beim Strom 100 Prozent selbst zu erzeugen, auch bei der Fernwärme werde das angestrebt. "Um anhaltende Erfolge zu sichern und unsere Eigenständigkeit zu erhalten, haben wir rechtzeitig Strategien ausgearbeitet, die wir planmäßig realisieren. Wir setzen dabei auf Kraft-Wärme-Kopplung, Effizienzsteigerung, Einsatz erneuerbarer Energien und Brennstoffdiversifikation", so FROSCHAUER. Seit 1989 investierte die LINZ AG knapp 300 Mio. Euro in einen umweltfreundlichen Kraftwerkspark und leistet damit einen beachtlichen Beitrag zum Umweltschutz. Die Luftqualität kann durch den ständigen Ausbau des Fernwärmenetzes verbessert werden, bereits jetzt sind 60 Prozent der Haushalte an die Fernwärme angeschlossen. Hier setzte DOBUSCH noch nach, indem er darauf hinwies, dass durch den Ersatz von Öl, Gas und Festbrennstoffheizungen in den Jahren 1989 bis 2006 der CO2 Ausstoß von knapp 400.000 Tonnen jährlich auf rund 166.000 Tonnen pro Jahr gesenkt wurde, was mehr als eine Halbierung bedeutet.

Dass eine langfristige Energiepolitik für den Linzer Raum unumgänglich ist, unterstrich Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Josef HEIZINGER: "Der Großraum Linz verzeichnete in den vergangenen Jahrzehnten einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, der Strombedarf hat sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Die Prognose für die kommenden 5 Jahre zeigt eine Steigerung des Strombedarfs auf 2.200 Gigawattstunden für Linz. Dabei sind Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz kein Widerspruch, sie gehen Hand in Hand". Um die Leistungssteigerung im Kraftwerkspark zu veranschaulichen, eine Gegenüberstellung der installierten Gesamtleistung in Megawatt (alle Zahlen gerundet) jeweils für die Jahre 1990 / 2006 / Prognose Ende 2011: Strom 80 / 280 / 410,5 und Wärme 250 / 423 / 523.

Das aktuelle Projekt "Linie 1B" im Fernheizkraftwerk Linz-Mitte wird unter Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung als kombiniertes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk errichtet, das eine Brennstoffausnutzung bis zu 90 Prozent bei geringsten Emissionen ermöglicht. Als Hauptbrennstoff kommt Erdgas zum Einsatz, durch die Anwendung neuester Technologien werden die strengsten EU-Richtlinien erfüllt und damit eine hohe Umweltverträglichkeit gewährleistet.

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Peter Karl Ziwny
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