Hainfeld-Konvent: LHStv. Onodi und NR-Präs. Prammer eröffnen die Richtungsdiskussion an der Geburtsstätte der SPÖ

MeinungsbildnerInnen aus Politik und Wirtschaft gehen am ersten Tag der Frage nach, wie Wachstum und Beschäftigung in Zukunft gesichert werden können

St. Pölten (SPI) - Der Ort des Hainfeld Konvents ist nicht zufällig gewählt: Denn vor mehr als einem Jahrhundert formierte sich hier die sozialdemokratische Bewegung. "Gute Wurzeln sind nötig, um Ideen weiterentwickeln zu können", eröffnete LHStv. und SPÖ-Landesparteivorsitzende Heidemaria Onodi das dreitägige Symposium. Die gesellschaftlichen Strukturen hätten sich zwar verändert, aber die Herausforderungen seien dieselben geblieben: "Für gerechte Rahmenbedingungen für alle Menschen zu sorgen - in allen Bereichen", formuliert Onodi diesen Anspruch. Trotz vielfältiger Diskussionen in den verschiedensten Bereichen wie Beschäftigung, Bildung, Migration, Altenbetreuung und -pflege usw. dürfe das Ziel nicht aus den Augen verloren werden, sondern es müsse Lösungen geben.

"Es gibt keinen besseren Platz für die Standortbestimmung und Zukunftsorientierung als Hainfeld", so die Erste Nationalratspäsidentin Mag. Barbara Prammer, "denn die Grundprinzipien der Sozialdemokratie sind bis heute gleich geblieben." Wichtig sei es, über den "Tellerrand" nach Europa und in die ganze Welt zu sehen und ganz nach sozialdemokratischer Tradition immer wieder Rechte auszubauen, etwa Kontrollrechte, Migrationsrechte, Frauenrechte, usw. "Unsere Aufgabe ist es, Verantwortung zu übernehmen und richtige Antworten zu geben", so Prammer in ihrer Ansprache.

Am heutigen "Wirtschaftstag" diskutierten Prof. Karl Aiginger (WIFO-Dir.), NR Dr. Caspar Einem (SPÖ EU-Sprecher), Rudolf Hundstorfer (ÖGB-Präs.), Mag. Herbert Kaufmann (Vstd.-Dir. Flughafen Wien), Mag. Monika Kircher-Kohl (Finanz-Vstd. Infineon) und LAbg. Hannes Weninger (SPNÖ-Wirtschaftssprecher) unter der Leitung von Dr. Gerfried Sperl (Der Standard) am Podium.

Die DiskutantInnen sehen die wirtschaftliche Lage in Österreich derzeit als durchaus positiv an. "Es ist wichtig, konkurrenzfähig zu bleiben", so Caspar Einem, "wir müssen gute Konjunkturjahre nützen, um eine solide Basis zu schaffen." Vor allem im (Aus-) Bildungsbereich muss es Veränderungen geben: "Die Zukunft wird eine Kombination von Lehre und Matura nötig machen", erklärt Einem. Auch die anderen ReferentInnen setzen auf "Bildung" und "Ausbildung" als Zukunftschance: Die akademische Ausbildung sollte forciert, ArbeitnehmerInnen zu lebenslangem Lernen motiviert, die Berufsmatura erleichtert und ein entsprechendes Angebot an Lehrstellen geschaffen werden. "Lehrlingsausbildung sollte internationalisiert werden. Junge Menschen müssen die Chance bekommen im Ausland berufliche Erfahrung machen zu können", ergänzt Hannes Weninger, Wirtschaftssprecher der SPÖ NÖ. Berufliche, lebenslange Weiterbildung muss für alle leistbar sein.
Weitere Forderungen, um als Hochtechnologieland konkurrenzfähig bleiben zu können sind u.a. die Verbesserung der Bedingungen für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen, die Erhöhung der Forschungsquote und eine funktionierende Infrastruktur.

Auf Initiative des Dr. Karl Renner-Instituts treffen sich an diesem historisch bedeutenden Ort nun alljährlich MeinungsbildnerInnen aus verschiedenen Bereichen mit Gleichgesinnten zu progressiven Richtungsdiskussionen. Ziel aller TeilnehmerInnen ist es Lösungsansätze zu gesellschaftlich relevanten Themenstellungen zu entwickeln. Der morgige Tag des Hainfeld-Konvents (1.6.) steht ganz im Zeichen des Themas "Bildung", übermorgen (2.6.) wird das Thema "Generationen" erörtert. (schluss) gs

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Niederösterreich
Pressedienst
Tel: 02742/2255-0
presse-noe@spoe.at
www.noe.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002