Faymann präsentiert Kombi-Ticket für EM 2008

Mit EM-Ticket kostenlos im Nah- und Fernverkehr zu den Spielen

Wien (SK) - "Für die Europameisterschaft 2008 wurden 620.000
Karten für die Spiele in Österreich aufgelegt und verkauft. Das ist auch eine große Herausforderung an den Verkehr. Die besondere Herausforderung ist diese Größenordnung. In den großen Linien ist das Konzept, mit dem wir diese Herausforderungen bewältigen wollen, fertig", stellt Verkehrsminister Werner Faymann am Donnerstag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskoordinator Heinz Palme, Turnierdirektor Christian Schmölzer und dem Generalsekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Herbert Kasser. Eines der Elemente, um möglichst viel Verkehr auf die Schiene zu bringen, wird das Kombi-Ticket sein. Wer über eine Matchkarte verfügt, der kann von 0 bis 12 Uhr des folgenden Tages - also insgesamt 36 Stunden - den öffentlichen Nah- und Fernverkehr kostenlos nützen. Dieses Service wurde zeitgleich auch in der Schweiz vorgestellt. ****

"Damit wird die Organisation erleichtert und dem Umweltgedanken Rechnung getragen", so Faymann. Wenn es gelinge, 50 Prozent der Fahrten im Fernverkehr vom Auto auf die Schiene oder auf dafür bereitgestellte Busse zu bringen und 60 bis 70 Prozent im Nahverkehr zu erreichen, dann sei dies ein großer Erfolg, stellt der Verkehrsminister fest. "Wir werden uns bemühen, möglichst viele Fahrten mit der Bahn absolvieren zu können." Natürlich wird es aber noch konkreten Anpassungen bedürfen, wenn erst die genauen Gruppen in den jeweiligen Host-Cities feststehen. Denn das Reiseverhalten ist auch entscheidend davon beeinflusst, welche Nationen in welcher Stadt antreten. Diese "schwer kalkulierbare Zuschauerverhalten", von dem Palme sprach, führe auch dazu, dass es zu einer sehr engen Abstimmung mit der Schweiz kommen müsse.

Ein Kombi-Ticket, das auf nationaler Ebene gelte, habe es noch bei keiner Veranstaltung gegeben, stellte Schmölzer fest. "Es ist ein tolles Service für die Besucher und erleichtert auch die Organisation vor Ort, wenn möglichst viele Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Spielen kommen." "Mit dem Kombi-Ticket werden wir auch international neue Maßstäbe setzen. Damit wird ein neuer Standard geschaffen", so Kasser. Aktuell werde auch intensiv daran gearbeitet, dass die damit einhergehenden logistischen Herausforderungen - Kasser nannte beispielsweise ausreichend Waggons - gelöst werden können und dass auch der Verkehr auf der Straße entsprechend abgestimmt sei. So plane die Asfinag ihre Investitionen so, dass wichtige Strecken während der EM möglichst baustellenfrei sein können und auch ein Fahrverbot für konkrete Strecken für den LKW-Güterverkehr wird angedacht. "Wir werden keine Eintagesvignette schaffen, denn das würde unseren Bemühungen, möglichst viele zum Umsteigen auf die Schiene zu bewegen, entgegenlaufen", betonte Faymann. (Schluss) js

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