Research for Success

Wien (OTS) - "Research for Success" erwartet sich das BMVIT von
der diesjährigen Ausschreibung der Programmlinie "Semantische Systeme und Dienste" im IT-Förderprogramm FIT-IT. BMVIT und Programmabwickler FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) informierten gestern in einer gleichnamigen Veranstaltung im Siemens Forum über bisherige Erfolge und die Details zur 4. Ausschreibung "Semantic Systems". Die Fördersumme ist mit 3 Mio. Euro (vorbehaltlich der Freigabe des Förderbudgets und der förderrechtlichen Grundlage durch das BMF) dotiert.

Gemeinsam im Wettbewerb bestehen

"Die besten Köpfe aus verschiedenen Bereichen in Forschungskooperationen zusammen zu bringen, das entspricht genau unserer Idee von öffentlicher Forschungsförderung. So können wir gemeinsam mit den Forschern die bestmöglichen Forschungsförderungs-Tools schaffen um Marktpotenziale optimal erschließen zu können.", erklärte Klaus Pseiner, Geschäftsführer der FFG, in seiner Eröffnungsrede zur FIT-IT Veranstaltung "Research for Success" am 30. Mai im Siemens Forum in Wien. Als kleines Land müsse Österreich auf Kooperationen zwischen Universitäten, Kompetenzzentren und großen und kleinen Unternehmen setzen, um im globalen Wettbewerb um Technologieführerschaft bestehen zu können. Eben solche Kooperationen werden im Technologieförderprogramm FIT-IT des BMVIT sehr erfolgreich gefördert. Seit 2002 wurden in FIT-IT rund 80 Projekte mit einem Fördervolumen von über 40 Millionen Euro unterstützt.

Besonders regen Zulauf fand dabei die Programmlinie "Semantische Systeme und Dienste", über deren 4. Ausschreibung auf der Veranstaltung informiert wurde. Mehr als 60 Unternehmen kamen in dieser Programmlinie seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2004 der Aufforderung zu kooperativen Projekten nach. Gefördert wurden insgesamt 23 Projekte mit Projektkosten von ca. 12 Millionen Euro und einem Fördervolumen von ca. 9 Millionen Euro. Die durchschnittliche Fördersumme pro Projekte betrug dabei 390.000,- EUR.

Lösungen von Menschen für Menschen

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) beeinflussen heute beinahe jeden Wirtschaftsbereich. In Österreich arbeiten in diesem Sektor über 120 000 Menschen. 8% der gesamten Wertschöpfung und 18% aller Exporte werden durch die heimischen IKT-Betriebe bestritten. Besonders bemerkenswert aber ist die Rolle von IKT als Innovationsmotor. Der Anteil von IKT an den gesamten Ausgaben für Forschung- und Entwicklung erreichte im Jahr 2002 29,2% (915 Millionen Euro).

Als Technologie, die den sozio-ökonomischen Problemen Europas mit interdisziplinären Lösungen von Menschen für Menschen begegnen und einen wichtigen Beitrag zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit leisten kann wurde IKT auch im 7. Rahmenprogramm der EU für den Zeitraum von 2007 bis 2013 mit einer Fördersumme von 9,05 Milliarden Euro bedacht und kann somit 17% der gesamten Fördergelder in der Höhe von 53 Milliarden Euro abschöpfen.

Gerade im Bereich Semantische Systeme und Dienste zeigt sich besonders gut, dass IKT darauf abzielt, den Menschen das Leben zu erleichtern. Denn mithilfe semantischer Technologien soll sich der Computer dem Menschen anpassen, und nicht etwa umgekehrt.

Michael Brodie, Chief Scientist von Verizon IT, brachte das gestern in seiner Keynote auf den Punkt: "Den User interessiert nicht, ob gerade eine neue Datenbank heraus gekommen ist, oder ob Service Oriented Architecture zum neuen führenden System wird. Den User interessiert sein konkretes Problem und die Lösung dafür, und darauf müssen wir reagieren."

Diese Lösungsorientiertheit wurde bei der Veranstaltung sehr anschaulich am FIT-IT Projekt Dyonipos, 2005 als bestes Proposal ausgezeichnet, demonstriert. Doris Reisinger von m2n und ihr Kollege vom Know Center Graz zeigten, wie ihre Technologie dem Anwender, etwa beim erstellen eines neuen Textes, alle relevanten Informationen, die zum jeweiligen Thema im Unternehmen bereits erstellt wurden, liefert, ohne dass er diese expliziert anfordern oder suchen muss. Derzeit wird diese Anwendung vom Finanzministerium getestet.

Herausforderungen der 4. Ausschreibung Semantic Systems

"Mit dem Start der Programmlinie "Semantische Systeme und Dienste" wurde ein wichtiger Trend gesetzt. Österreich verfügt auf diesem Gebiet über hoch qualifizierte Forscher und es zeigt sich hier enormes wirtschaftliches Potenzial", betonte Rupert Weinzierl vom BMVIT in seiner Ansprache im Siemensforum stellvertretend für Forschungs-Staatssekretärin Christa Kranzl.

In der vierten Ausschreibung soll der positive Trend fortgesetzt, es sollen aber auch neue Akzente gesetzt werden. Wie bisher soll mittel- bis langfristige Forschung im Vordergrund stehen. Aber:
"Diesmal gibt es zusätzlich einen Impuls in Richtung technologischer Lösungen, die von Anfang an mit einem Blick auf spätere Volumenmärkte und Anwendungen in Großsystemen gestaltet sind. Denn schließlich muss jede neue Informationstechnologie irgendwann den Schritt in die kommerzielle Verwertung schaffen", erklärt Georg Niklfeld vom Programmabwickler FFG.

Erwartungshaltung

"Wir erhoffen uns von den eingereichten Projekten eine weiter verbesserte Verknüpfung anspruchsvoller Forschung mit tragfähigen Verwertungsstrukturen in Unternehmen. Dabei ist die effektive Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen ein besonderes Anliegen", beschreibt Niklfeld seine Erwartung an die neue Ausschreibung.

Die vierte Ausschreibung FIT-IT Semantische Systeme und Dienste läuft bis zum 16. Juli 2007, 12:00h einlangend beim Programmabwickler FFG. Projekte können ab sofort eingereicht werden.

Weitere Informationen unter: www.fit-it.at

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DI Georg Niklfeld
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