Wiener Schulen - SP-Vettermann: "Ghettoklassen sind keine Lösung!"

"Zuwandererfeindliche Ressentiments" der FPÖ, Wien setzt auf neues Spracherwerbskonzept

Wien (SPW-K) - "Ghettoklassen für Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen sind sicher keine Lösung - auch diese FPÖ-Idee entspringt den gewohnten zuwanderfeindlichen Ressentiments", reagierte heute der Wiener SP-Bildungssprecher Heinz Vettermann auf Aussagen der Wiener FPÖ zum Thema Schule. "Separation in der Schule kann nicht der richtige Weg sein, denn Kinder lernen sehr schnell voneinander und gemeinsam - auch die Sprache!" Wien habe erst vor kurzem ein neues Spracherwerbskonzept präsentiert: "Dieses Konzept ergänzt die bisherigen Maßnahmen wie das BegleitlehrerInnen-Modell oder muttersprachlichen Unterricht: Mit Sprach-Förderkursen, die von eigens geschulten LehrerInnen abgehalten werden, erarbeiten die Kinder 11 zusätzliche Stunden in der Woche in Kleingruppen intensiv die Grundlagen der deutschen Sprache!"

"Die Kinder werden dabei genau dort abgeholt, wo sie stehen und so rasch wie möglich "fit" für den normalen Unterricht gemacht", so Vettermann weiter. "Zielgruppe sind Kinder, über keine bzw. sehr geringe Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen." Wesentlich sei dabei, dass es sowohl Förderkurse parallel zum Regelunterricht alsauch Unterricht im Klassenverband gebe. "Dadurch werden die Kinder nicht aus dem "Sozialverband Klasse" entfernt und können sich integrieren. Weiters werden große Lernrückstände in anderen Unterrichtsfächern vermieden. Dieser Umstand ist ein wesentlicher Unterschied zur Iddee der FPÖ, die Kinder separieren und nach einem Jahr "zurück an den Start" schicken will."

Bewährt habe sich in Wien auch die sprachliche Frühförderung im Kindergarten. "Für das Schuljahr 06/07 waren 14.000 Kinder bei der Schuleinschreibung, dabei hat sich bei 2800 Kindern Bedarf an Sprachförderung ergeben. Davon haben lediglich 28 Kinder das Angebot an Sprachförderung nicht angenommen", schloss Vettermann. (Schluss)

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