OeNB spart: weniger Personal, weniger Sachaufwand

Wien (OTS) - =

Die OeNB erbrachte im Geschäftsjahr 2006 eine ähnlich
gute Betriebsleistung wie 2005. Wie Gouverneur Liebscher bei der Pressekonferenz anlässlich der Generalversammlung der OeNB am 31. Mai 2007 mitteilte, betrug das geschäftliche Ergebnis 2006 428 Mio EUR (2005: 496 Mio EUR). Die Abdeckung von allgemeinen Währungsrisiken erforderte allerdings die Dotierung einer Rückstellung von 235 Mio EUR (2005: 8 Mio EUR), sodass für das Geschäftsjahr 2006 ein geschäftliches Ergebnis vor Steuern von 193 Mio EUR (Vorjahr 488 Mio EUR) ausgewiesen wird.

Der Bund erhält mit 178 Mio EUR rund 92% des Geschäftsergebnisses 2006, wovon 48 Mio EUR auf die Körperschaftsteuer und 130 Mio EUR auf den 90-prozentigen Gewinnanteil nach Steuern entfallen.

Die Aufwendungen blieben im Jahr 2006 mit insgesamt 244 Mio EUR gegenüber dem Jahr 2005 (243 Mio EUR) praktisch unverändert. Die Personalaufwendungen stiegen zwar, so Gouverneur Liebscher, durch gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen, wie Dotierungen von Rückstellungen für Abfertigungen und Verpflichtungen aus der Pensionskassenregelung um 10 Mio EUR auf 115 Mio EUR. Der Gehaltsaufwand selbst erhöhte sich aber nur um die kollektivvertraglichen Gehaltsanpassungen auf 86 Mio EUR (2005: 83 Mio EUR). Seit dem Jahr 2002 kam es zu einer Erhöhung des nominellen, also nicht inflationsbereinigten, Gehaltsaufwandes um insgesamt lediglich 4%. Real ist der Gehaltsaufwand damit sogar um über 3% zurückgegangen.

Die im Jahresdurchschnitt eingesetzten Mitarbeiterressourcen sanken im Jahr 2006 gegenüber 2005 um 27 (bzw. 3%) auf 935. Zum Jahresultimo 2006 verringerte sich der Personalstand im Jahresabstand um 16 auf 932.

Die Sachaufwendungen konnten deutlich um 8 Mio EUR oder 10% auf 77 Mio EUR gesenkt werden. Damit wurden die Sachausgaben seit dem Jahr 2002 (100 Mio EUR) um insgesamt fast ein Viertel (inflationsbereinigt um etwa ein Drittel) verringert.

Der Goldbestand der OeNB beträgt zum Jahresultimo 2006 289 t mit einem Marktwert von 4,5 Mrd EUR. Die OeNB hat im Geschäftsjahr 2006 im Rahmen des Goldabkommens rund 14 t Gold verkauft. Seit Beginn der Neunzigerjahre hat die OeNB ihren Goldbestand damit auf weniger als die Hälfte verringert. Der Goldbestand der OeNB entspricht - gemessen an den gesamten Goldreserven des Eurosystems - nunmehr in etwa dem Kapitalanteil der OeNB im Eurosystem.

Die OeNB hat auch im Jahr 2006 viele wichtige Dienstleistungen für Bevölkerung und Wirtschaft erbracht. Sie trug zur Lösung der Probleme zweier großer österreichischer Banken bei und war führend an der Vorbereitung und Umsetzung von Basel II beteiligt. Ferner arbeitete sie maßgeblich an der Vorbereitung des Einheitlichen Euro-Zahlungsraums (SEPA) mit und stellte das Erhebungssystem für die Außenwirtschaftsstatistiken um. Sie übernahm die Erstausstattung Sloweniens mit Euro-Banknoten und zog Bilanz über die ersten fünf Jahre mit dem Euro-Bargeld in Österreich.

Alle Details zum Jahresabschluss 2006 sowie zu den Aktivitäten in den einzelnen Geschäftsfeldern der OeNB sind im Geschäftsbericht 2006 (auch unter www.oenb.at) verfügbar.

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