KWF präsentiert Preisträger des 1. Kärntner IKT-Calls

Klagenfurt (OTS) - Die Preisträger des im Jahr 2007 in Kärnten erstmals durchgeführten IKT-Calls unter Klein- und Mittelbetrieben präsentierte der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt. Die ersten drei Plätze gingen dabei an das Projekt "Applied Tag Performance Optimizer" der CISC Semiconductor Design+Consulting GmbH, das mobile Notarztinformationssystem "MEDEA" der ilogs mobile software GmbH sowie das Projekt "@enterprise Business Process Factory" der Groiss Informatics GmbH. Insgesamt wurden 31 Projekte von 23 Unternehmen der Bewertung einer Expertenjury unterzogen.

Ziel dieses ersten IKT-Calls war es, das Potenzial in Kärnten zu sichten und Unternehmen bzw. Projekte vor den Vorhang zu holen. "Das ist gelungen - und besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich die Qualität von IKT-Projekten in Kärnten in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert hat. Das konnten wir sowohl bei diesem Call als auch bei den Einreichungen im Rahmen des Innovations- und Forschungspreises des Landes Kärnten beobachten", hob Jurysprecher o.Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich C. Mayr, Rektor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hervor. Die prämierten Projekte erhalten Preisgelder in Höhe von Euro 15.000,-(1.), Euro 10.000,-(2.) und Euro 5.000,- (3.).

Nahezu einstimmig erfolgte die Bewertung der Expertenjury, bestehend aus Dipl.-Inform. Annamaria Wörndl-Aichriedler vom Bereich Basisprogramme der Forschungsförderungsgesellschaft Wien, o.Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich C. Mayr, Rektor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Professor für Praktische Informatik am Institut für Wirtschaftsinformatik und Anwendungssysteme, DI MSc Georg Niklfeld, Programmleiter FIT-IT der Forschungsförderungsgesellschaft Wien, und Mag. Axel Zuschmann, Mitglied der Geschäftsleitung sowie Leiter der Unit IT-Technologie-Innovation der Ecker und Partner Öffentlichkeitsarbeit & Lobbying GmbH. Die Kriterien, die dabei zur Anwendung gelangten, bezogen sich sowohl auf Planung und technische Umsetzung als auch auf Innovationscharakter, regionale Wertschöpfung, Marktchancen sowie zusätzliche Anreizeffekte.

Der Sieger: CISC Semiconductor Design+Consulting GmbH | www.cisc.at

Projekt: "ATPO Applied Tag Performance Optimizer"

Einem "herausragenden Projekt, bei dem von der Detailplanung bis zur internationalen Vernetzung, vom Innovationsgrad bis zur Forschungskooperation nahezu alles passt" gratulierte KWF-Vorstand Schönegger zum ersten Platz. Im Rahmen des Projekts ATPO wurde eine Messtechniklösung für die Vermessung von RFID-Labels zur Anwendung auf verschiedenen Objekten entwickelt, die dazu dienen soll, Logistikprozesse zu optimieren. Die im eingereichten Projekt verwendete Hard- und Software zur Messtechnik wurde bereits erfolgreich im EECC (European EPC Competence Center), einem Joint Venture der METRO Group, GS1 Germany und DHL, umgesetzt und installiert. Sie gelangt nun für Zulieferer der METRO Group zum Einsatz, um deren mit RFID-Labeln versehenen Produkte zu evaluieren und zu vermessen. Hierbei handelt es sich um die erste Umsetzung der unter der Führung von CISC entwickelten internationalen Messstandards (u.a. ISO/IEC 18046-3), einem Meilenstein auf dem Weg zu einer zuverlässigen Erfassung von Produkten mittels RFID. Für die Anwender bedeutet die dadurch ermöglichte und verifizierte optimale Platzierung der Labels erhöhte Leseraten, einen klaren Zeit- und Qualitätsvorsprung und damit einen direkten Kostenvorteil gegenüber dem Mitbewerb.

Platz zwei: ilogs mobile software GmbH | www.ilogs.at

Projekt: Mobiles Notarztinformationssystem "MEDEA"

Mobile medizinische Dokumentationssysteme können Leben retten -schließlich geht es im Ernstfall um Sekunden. Durch noch raschere und genauere Informationsweitergabe lässt sich die Versorgungsqualität in der Notfallmedizin weiter steigern. Zu diesem Zweck hat die ilogs mobile software GmbH im Rahmen des Projekts "MEDEA" ein innovatives mobiles System entwickelt, das den hohen Ansprüchen betreffend Sicherheit, Schnittstellen und Reaktionszeit genügt. Der Prototyp konnte sich bereits in mehreren Evaluierungsrunden, die potenzielle Kunden (z.B. Wiener Rettung, Uniklinikum Graz) durchführten, gegenüber einem internationalen Mitbewerberfeld klar durchsetzen. Die Vorteile: Die Dokumentation des Einsatzes gelangt wesentlich schneller in das Krankenhaus; es können dort früher geeignete Maßnahmen eingeleitet werden. Zudem wird die Qualität der Dokumentation durch die laufende elektronische Aufzeichnung der Vitalparameter stark verbessert und der Dokumentationsaufwand für den Arzt reduziert. Er hat dann mehr Zeit für seine medizinischen Tätigkeiten. Alle Medea-Komponenten werden als wieder verwendbare Software-Module ausgeführt, wodurch

ilogs seine technologische Führerschaft auch in anderen Branchen wirtschaftlich verwenden kann.

Rang drei: Groiss Informatics GmbH | www.groiss.com

Projekt: "@enterprise Business Process Factory"

Einen neuen Ansatz und neue Rahmenbedingungen für die Lösung eines alten Problems - der automatisierten Erstellung von Software - konnte die Groiss Informatics GmbH mit ihrem Projekt realisieren. "@enterprise" ist ein seit Jahren erfolgreiches Workflowmanagement-System mit Projekten und Kunden in unterschiedlichen Branchen im deutschsprachigen Raum. Die Entwicklung von Anwendungen ist noch immer recht komplex und benötigt viele individuelle Anpassungen sowie Experten, die diese Applikationen erstellen. Daher wurde "@enterprise" zu einer Business Process Factory erweitert, die mit Hilfe weiterer Softwarekomponenten die Erstellung von Applikationen wesentlich erleichtert. Ergänzt durch open source-Komponenten kann das Workflow-Management ohne großen Programmieraufwand individualisiert werden. Nicht zuletzt dadurch wird Business Process Management auch für kleinere Unternehmen leist-und anwendbar.

"Wir wollen mit dem IKT-Call ein Zeichen setzen und die Kärntner mittelständischen Unternehmen motivieren, sowohl innovative Lösungen zu erarbeiten als auch innovative Lösungen einzusetzen, um damit auf den Markt beispielhaft einzuwirken", hielt Schönegger abschließend fest. Um dieses Vorhaben tatkräftig zu unterstützen, wurde für neun weitere Projekte von der Jury eine ausdrückliche Förderempfehlung ausgesprochen.

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