Kranzl zu Fremdenrecht: Minister Hahn muss Farbe bekennen

Mittelfristig drohen Probleme im Forschungsbereich

Wien (OTS) - "Als politische Akteure müssen wir alles daran
setzen, um Österreich als attraktiven Standort für internationale Spitzenkräfte langfristig zu positionieren. Es ist daher von besonderer Bedeutung, dass wir gemeinsam die besten Rahmenbedingungen schaffen, um international tätigen Forscherinnen und Forschern Anreize zu bieten, damit sie sich vermehrt für eine Tätigkeit in Österreich entscheiden", erklärt Forschungs-Staatssekretärin Christa Kranzl. Derzeit vermisse sie innerhalb der ÖVP einen ehrlichen Dialog zu diesem Thema. "Es freut mich, wenn ich höre, dass Wissenschaftsminister Hahn nun die Dringlichkeit dieser Frage erkannt hat. Es würde mich allerdings noch mehr freuen, wenn Minister Hahn innerhalb der ÖVP verstärkt Lobbying in dieser Frage betreiben würde", so Kranzl weiter. Erste Vorschläge - a la Frühwarnsystem -seien zwar begrüßenswert, allerdings ortet Kranzl prominente Bremser in den Reihen der ÖVP. "Minister Hahn muss hier Farbe bekennen und sich in der eigenen Partei klar und unmissverständlich positionieren."

Konservative Prognosen gehen heute davon aus, dass sich in Österreich ab 2010 eine Lücke von jährlich 1.000 Graduierten im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich ergeben wird. Bereits heute suchen bereits 60% der F&E aktiven Unternehmen überregional nach Arbeitskräften. "Entscheidend wird sein, dass Österreich eine ausreichende Zahl von wissenschaftlich Qualifizierten für die Bereiche Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehen, damit der Wirtschaftsstandort Österreich im globalen Wettbewerb bestehen kann. Dazu braucht es allerdings auch eine einheitliche Linie unseres Regierungspartners", erläutert Kranzl.

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