- 28.05.2007, 10:30:00
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16 Mio. Tonnen CO2 durch Kraft-Wärme-Kopplung einsparen
KWK-Potenzial in Österreich noch nicht voll ausgeschöpft / Fernwärme leistet wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Wien (OTS) - Die Fernwärme leistet einen wesentlichen Beitrag zum
Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und trägt damit zum Klimaschutz bei:
Laut Fachverband Gas Wärme (FGW) wurden im Jahr 2000 in Österreich
noch 7500 GWh Fernwärme aus KWK-Anlagen erzeugt, fünf Jahre später
waren es schon rund 9400 GWh. Das sind knapp drei Viertel der
Gesamt-Fernwärmeerzeugung. In der aktuellen Studie "Innovation &
Klima" des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO (November 2006) heißt
es zu diesem Thema: "Die zunehmende Wärmeproduktion [für Fernwärme,
Anm.] erfolgt nahezu ausschließlich in KWK-Anlagen und hat aufgrund
der Substitution der fossilen Raumwärmeerzeugung der privaten
Haushalte positive Auswirkungen auf die österreichische
Treibhausgasbilanz."
Laut WIFO-Studie gibt es im Bereich der Fernwärme ein enormes noch
realisierbares KWK-Potenzial, die CO2-Emissionen könnten durch
Fernwärme-KWK-Anlagen um bis zu 16 Mio. Tonnen pro Jahr gesenkt
werden [Anm.: KWK-Potential für die Nutzenergiearten 'Raumwärme,
Klima, Warmwasser']. "Um dieses Potenzial zu nutzen, ist es wichtig,
neben der Errichtung von KWK-Anlagen den Ausbau der Fernwärmenetze
voranzutreiben, denn nur dadurch kann die Wärme aus der KWK
tatsächlich genützt werden", erklärt Dir. Ing. Franz Schindelar,
Obmann-Stellvertreter des Fachverbands Gas Wärme. Wenn allein 10% des
Potentials für Fernwärme gehoben werden, spart das schon 1,6 Mio.
Tonnen CO2.
Kraft-Wärme-Kopplung: Potenzial in Österreich noch nicht ausgeschöpft
Bei einer mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betriebenen
Energiewandlungsanlage wird sowohl die entstehende Wärme als auch die
durch die Energieumwandlung erzeugte elektrische Energie genutzt. Im
Gegensatz zu thermischen Wärmekraftwerken, die nur auf
Stromproduktion ausgelegt sind, wird bei KWK-Anlagen durch die
gleichzeitige Abgabe von Strom und Wärme ein sehr viel höherer
Nutzungsgrad (bis zu 90 Prozent) erreicht, wodurch Brennstoff
eingespart werden kann, wenn Abnehmer der Wärme zur Verfügung stehen,
wie z. B. in Form eines Fernwärmenetzes. Damit stellen
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) bei gekoppelter Produktion von
Strom und Wärme eine effiziente und günstige Möglichkeit dar, die
CO2-Emissionen zu senken.
In Österreich wird dieses Potenzial jedoch noch nicht voll
ausgeschöpft: Der Anteil des Stroms der in Kraft Wärme Kopplungs
Anlagen erzeugt wird beträgt hierzulande 32% und liegt damit hinter
Ländern wie Dänemark, den Niederlanden oder Finnland, die Anteile
zwischen 35 und 47% aufweisen (siehe Grafik). "Diese Länder sind beim
Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung nicht wegen einer günstigen
Industriestruktur so erfolgreich. Entscheidend ist die konsequente
energiepolitische Zielsetzung", so Schindelar: "Wenn wir in
Österreich konsequent die Kraft-Wärme-Kopplungs-Potentiale forcieren
und auch nutzen, könnten wir das Ziel, den Anteil der effizienten
gekoppelten Produktion in KWK Anlagen (wie von der EU-KWK-Richtlinie
gefordert) zu verdoppeln, problemlos erreichen. Grundvorraussetzung
für die Nutzung dieser Potentiale ist aber der Ausbau der Fernwärme,
um auch die bestehenden KWK Anlagen besser auslasten zu können."
Die Statistik weist allerdings nicht aus, wie viel Strom
tatsächlich in gekoppelter Produktion mit Wärme erzeugt wurde, da in
der Regel KWK-Anlagen auch in der Lage sind nur Strom zu erzeugen
(ohne Wärmeauskoppelung), wenn kein oder geringer Wärmebedarf
vorliegt, beispielsweise im Sommer. Diese Funktion der Anlagen ist
aus Gründen der Versorgungssicherheit bei Strom sehr wichtig.
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Rückfragehinweis:
Fachverband Gas Wärme
Mag. Michael Mock
Geschäftsführer
Mail: presse@gaswaerme.at
Tel: +43/1/513 15 88/13
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