Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar "Die Zahlen sprechen Bände" (von Ralf Mosser)

Ausgabe, 26. Mai 2007

Klagenfurt (OTS) - Acht Jahre bestimmen blau-orange Referenten die Finanzpolitik in Kärnten. Ein Rückblick: 2001 verkaufte das Land um 304 Millionen Euro Anteile der Kelag an den deutschen Energiekonzern RWE und verpfändete die aushaftenden Wohnbaudarlehen um 700 Millionen Euro an Banken. Drei Jahre später herrschte schon wieder
Ebbe in den Landeskassen. Da auf die Schnelle kein Geld aufzutreiben war, wurde ein ganz besonders schlauer Deal eingefädelt: Das Land veräußerte um 250 Millionen Euro seine Krankenhäuser an die Kabeg, die sich zu hundert Prozent im Landesbesitz befindet also an sich selbst.

Im Jahr darauf brachte die Wandelschuldanleihe auf den Börsengang der Hypo-Bank 500 Millionen Euro in die schon wieder maroden Kassen. Im Mai 2007 flossen durch den Verkauf des Geldinstitutes 820 Millionen Euro in den Landessäckel. Summa summarum wurde in sechs Jahren Landeseigentum um 2,070 Milliarden Euro verscherbelt. Übrig geblieben sind mickrige 500 Millionen. Rund eineinhalb Millarden Euro sind futsch.

Zu allem Überdruss sind die Schulden des Landes zuletzt auf den Rekordstand von 1,6 Milliarden Euro explodiert. Ein Kommentar zur Finanzpolitik Jörg "Haiders und seines Vorgängers Karl Pfeifenberger? Unmöglich, es fehlen die Worte. Macht nichts, die Zahlen sprechen Bände.

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