Wiener Gemeinderat (6)

Baurechtsangelegenheit in Aspern

Wien (OTS) - StR. Johann Herzog (FPÖ) nahm den Tagesordnungspunkt zum Anlass, eine verstärkte Wohnbauleistung in Wien zu fordern. Nach der Phase der Sanierungen in den Gemeindebauten müsse nun wieder eine Neubauoffensive im Gemeindebaubereich folgen, etwa in der Größenordnung von 5.000 Wohnungen. Im Hinblick auf künftige Zugangsmöglichkeiten für Drittstaatenangehörige forderte er zwingende Deutschkenntnisse für Gemeindebaubewohner.

GR Mag. Christoph Chorherr (Grüne) wies auf die Chance hin, den zukünftigen Wohnbau mit einer Energiewende zu verknüpfen und forderte daher den verstärkten Bau von Passivhäusern.

GR Georg Niedermühlbichler (SPÖ) zeigte sich erfreut, dass der Zuzug nach Wien so groß ist, dass Wien nach neuen Studien bis 2030 eine Zwei-Millionen-Stadt werden könnte. Er betonte, dass der Neubau von Gemeindewohnungen gar nicht so wichtig sei, solange die Gemeinde Wien leistbaren Wohnraum zur Verfügung stelle. Auch bringe die thermische Sanierung von Altbauten eine größere Reduzierung des CO2-Ausstosses als neue Passivhäuser.

GR Henriette Frank (FPÖ) betonte die Gefahr der zunehmenden Ghettoisierung in Wien. Gebietsbetreuer seien bereits fast ausschließlich mit Konfliktlösungen befasst. In einem Antrag forderte sie, dass Bewohner von Gemeindebauten die notwendigsten Deutschkenntnisse aufweisen müssten.

GR Mag. Dietbert Kowarik (FPÖ) forderte mehr jugendgerechte Wohnungen und die Senkung des Mindesteinkommenssatzes. In einem entsprechenden Beschlussantrag forderte er eine Startwohnungsoffensive mit Senkung des Vormerkungsalters.

StR. David Ellensohn (Grüne) verwahrte sich dagegen, thermische Wohnbausanierung gegen Passivhäuser aufzurechnen. Auch forderte er eine Quote für Passivhäuser und Überlegungen auf ein Recht auf Wohnen nach französischem Vorbild. (Forts.) rö/rr

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