Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Frau in der Wirtschaft unterstützt Sozialpartner-Initiative

Bundesvorsitzende Zwazl fordert beim Kinderbetreuungsgeld Anknüpfung der Zuverdienstgrenze an die Betriebsentnahme und steuerliche Absetzbarkeit von Betreuung

Wien (PWK403) - Sonja Zwazl, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, der überparteilichen Vertretung der 100.000 selbständigen Frauen in Österreich unterstützt die gemeinsame Initiative der Sozialpartner zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Es ist ein wichtiger Schritt, gemeinsam 5.000 Betreuungsplätze für Unter-Drei-Jährige einzufordern und auch die Situation der selbständigen Eltern entsprechend zu berücksichtigen".

Besonders wichtig ist für Zwazl die Anknüpfung der Zuverdienstgrenze statt an den Gewinn an die Betriebsentnahme bei selbstständig Erwerbstätigen. Derzeit sind alle Unternehmerinnen, wenn sie Kindergeld beziehen und mit ihrem Gewinn über der Zuverdienstgrenze liegen, ja quasi gezwungen, weniger zu arbeiten. Und das ist in der Praxis fast nie möglich, weil sie damit ihren Betrieb als solchen in Gefahr bringen. Die Folgen wären fatal:
KundInnen würden abwandern, Arbeitplätze dadurch gefährdet. "Daher ist für mich ganz klar: Fair für Unternehmerinnen ist nur, wenn für die Berechnung der Zuverdienstgrenze ausschließlich die tatsächlichen Entnahmen herangezogen werden", so Zwazl, die die Berücksichtigung dieses Aspektes bei der vorliegenden Kindergeldreform einfordert.

Zwazl wünscht sich neben zusätzlichen Betreuungsplätzen für Unter-Dreijährige auch eine weitere Flexibilisierung der Öffnungszeiten. Gerade für selbständige Frauen und Frauen in Führungspositionen geht es auch um die Kinderbetreuung in Randzeiten. "Die Arbeitszeiten etwa in der Gastronomie aber auch die immer längeren Öffnungszeiten erfordern flexible und auch individuelle Betreuungsangebote", erläutert Zwazl. Leistbar wird dies nur durch die steuerliche Absetzbarkeit.

Laut einer von Frau in der Wirtschaft beauftragten repräsentativen Umfrage durch Market im Frühjahr 2006 sehen 52 % der Bevölkerung die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit als sehr positiv und weitere 36 % als positiv. "88 % der Bevölkerung befürworten die Umsetzung der steuerlichen Absetzbarkeit für Kinderbetreuungskosten", so Zwazl.

Nach dem Betreuungsprämienmodell von "Frau in der Wirtschaft" können 10 Prozent der Aufwendungen für Betreuungs- und Haushaltshilfen mit einer maximalen Deckelung von 783 Euro im Jahr als Prämie auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben werden. Die technische Umsetzung ist einfach, die Prämie würde als Erstattung von der Einkommenssteuer vergleichbar mit der Bildungsprämie, der Investitionszuwachsprämie oder der Lehrlingsausbildungsprämie rückvergütet werden. Rund 4.500 Menschen unterstützen bereits jetzt die Umsetzung der Betreuungsprämie unter www.betreuungspraemie.at. (Rh)

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