Schaunig: "Sozialpartner sind die Stimme der Vernunft in Kärnten"

Arbeiterkammer Kärnten für gerechte Einkommen

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Arbeiterkammer Kärnten setzte sich bei der heutigen Vollversammlung unter anderem dafür ein, dass die Einkommensschere in Zukunft nicht mehr so weit auseinander klafft

"Besonderes niedrig sind die Einkommen, besonders hoch ist der Einsatz der Kärntner Beschäftigten, die fleißig und engagiert, motiviert Tag für Tag ihrer Arbeit nachgehen, damit sie höchste Produktivität erzielen und vielen Betrieben und Unternehmen schöne Gewinne sichern", erklärte heute, Freitag, LHStv. Gaby Schaunig im Rahmen der Vollversammlung der Arbeiterkammer.

"Aber auch ungleicher werden die Löhne", weiß Schaunig. Die Lohndifferenzen zwischen den einzelnen Branchen hätten sich erhöht, schwacher gewerkschaftlicher Organisationsgrad und hoher Frauenanteil prägten die Niedriglohnbereiche. Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen seien auch, aber nicht zur Gänze, durch Teilzeitarbeit erklärbar. Vor allem auf dem Land würden für Frauen außerdem fast nur noch Teilzeitjobs angeboten. "Die Forderung der Arbeiterkammer für eine vorgezogene Steuerreform 2008 kann nur unterstützt werden", so Schaunig.

Tatsächlich sind die Einkommen der unteren und mittleren Schichten in den letzten zehn Jahren real gesunken, während am oberen Ende der Einkommensskala kräftige Zuwächse zu verzeichnen sind. Dadurch steigt der Bedarf an staatlicher Umverteilung durch soziale Transfers und Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen. Ohne soziale Transferleistungen, so Schaunig, läge die Armutsgefährdung in Österreich nicht bei zwölf Prozent, sondern bei 42 Prozent. Ein Auslaufmodell sei der Sozialstaat sicher nicht: "Er ist ein Zukunftsfaktor, eine entscheidende Produktivkraft, von der letztlich alle Gesellschaftsschichten profitieren."

Der wichtigste Faktor bei der Entwicklung der Einkommensverteilung sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Eine hohe Arbeitslosigkeit gehe nicht nur zu Lasten der "kleinen Leute", sie gefährde auch die Finanzierung des Sozialstaates. Vor diesem arbeitsmarktpolitischen Hintergrund sei auch die ab Juli 2007 in Kraft tretende bedarfsorientierte Mindestsicherung zu sehen - als Brücke vom Sozialsystem zu neuer Beschäftigung.

Nicht kürzen, sondern ausbauen und den veränderten Gegebenheiten anpassen, sei die Devise: "Ich betrachte es auch als meine Aufgabe, das Vertrauen in unser Sozialsystem zu stärken. Die Arbeiterkammer war in der Sozialpolitik immer ein verlässlicher Bündnispartner und ich bin zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft gemeinsam viel erreichen können", so Schaunig. "Ich bin sehr stolz aus diesem Haus zu kommen und werde meine Wurzeln auch nie vergessen."

LHStv. Gaby Schaunig fordert eine Schutzklausel für das Kärntner Landesvermögen, zukünftige Veräußerung mit 2/3 Mehrheit müssen abgesichert werden, über 100 Millionen Euro mit einer Volksbefragung "geklärt" werden. "Jeder Verkaufserlös des Landes muss nachhaltig veranlagt werden", verlangt Schaunig.

Gemeinsame Ziele mit den Sozial Partnern sind unter anderem:
• Unangreifbare Veranlagung von Landesvermögen für Generationen • Nein zu weiterer Sonntagsöffnung im Handel - derzeitige Verordnung muss mit detaillierten Kriterien ergänzt werden
• KWF muss unabhängig bleiben und Wirtschaftsförderung soll Schwerpunkt auf Mitarbeiterqualifzierung legen (Schluss)

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