Wiener Gemeinderat (3)

Masterplan Flugfeld Aspern

Wien (OTS) - GR Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) meinte, dass es oftmals besser sei, länger zu überlegen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, so wie dies die Stadt beim vorliegendem Projekt praktiziert hat. Ob es ein Jahrhundertprojekt werde, werde sich in den nächsten 20 Jahren zeigen. Grundsätzlich sei der Masterplan gelungen, dennoch seien einige Rahmenbedingungen, wie etwa die auf unbekannte Zeit verschobene A23 oder der Umstand, dass Universitäten nicht in den neuen Stadtteil ziehen möchten und einiges andere noch zu klären. Wichtig sei es, die BürgerInnen besser in den Planungsprozess miteinzubeziehen.

Die ÖVP freue sich, den Masterplan heute gemeinsam beschließen zu können, so GR Robert Parzer (ÖVP). Der Plan komme dem, was die ÖVP wollte, sehr nahe. Dennoch habe man das Gefühl, dass Stadtrat DI Rudolf Schicker (SPÖ) mit den großen Projekten, die auf die Donaustadt zukommen, jongliere; und dies auf Kosten des Bezirkes. Um die Zukunft des Bezirkes zu sichern, brauche man mehr Schulen, Arbeitsplätze, öffentliche Verkehrsmittel, Investoren etc.. Leider werde das 240 Hektar große Flugfeld Aspern zu sehr von den Bezirksnotwendigkeiten abgekoppelt und als isolierter Stadtteil behandelt. Wichtig sei es daher, dem Projekt einen städtebaulichen Clusteransatz zu geben. Nach wie vor plädiere die ÖVP für eine christliche Kirche im neuen Stadtteil.

GR Karin Schrödl (SPÖ) bedankte sich bei der Magistratsabteilung 21B für die engagierte Arbeit im Zusammenhang mit dem Masterplan und das aktive Miteinbeziehen der BürgerInnen. Selbstverständlich werde man die Betroffenen auch in Zukunft bestmöglich informieren, nicht zuletzt deshalb, um den neuen Stadtteil zum vielzitierten Jahrhundertprojekt werden zu lassen. Durch die Kombination von Technologiezentren, Handel, Gewerbe und Freizeitmöglichkeiten entstehe ein sehr attraktiver neuer Standort, von dessen Infrastrukturausbau die gesamte Donaustadt profitiere. Im Zusammenhang mit dem Thema Kirche erklärte die Abgeordnete, dass der Flächenwidmungsplan selbstverständlich auch die Möglichkeit vorsehe, Kirchen, Tempeln, Moscheen und Gebetshäuser zu errichten. Dennoch könne es nicht die Aufgabe der Stadt Wien sein, diese auch zu erbauen. (Forts.) ef/rr

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