VP-Walter: Masterplan Aspern erfüllt hohe Standards, aber Nachbesserungen notwendig

ÖVP Wien fordert auch Masterplan für innere Stadterweiterung

Wien (OTS) - "Mit dem heutigen Beschluss des Masterplans Aspern besteht die Chance, dass das Flugfeld endlich von einer Neverending-zu einer Ending-Story wird. Die SPÖ hat hier über Jahre, fast Jahrzehnte einen Chaoskurs verfolgt, bis man sich 2007 doch noch zu einer Lösung durchringen konnte. Die ÖVP Wien stimmt dem Masterplan zu, weil er - etwa im Vergleich zum Desaster Rothneusiedl - doch zahlreiche hohe Standards erfüllt." Das sagte der Wohnbausprecher der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter, in der heutigen Diskussion über Aspern im Gemeinderat. "Dennoch bleiben einige kritische Anmerkungen:
Das Vorhaben, in der Siedlungsstruktur ein neues Bezirkszentrum zu schaffen, funktioniert nicht, weil das Grundkonzept eine integrierte Stadtentwicklung erschwert. Im Infrastrukturbereich fehlt im Masterplan die S1 als hochrangige Verkehrsanbindung. Und in Sachen Wissenschafts- und Forschungsstandort werden viele Dinge Wunschträume bleiben, weil derzeit keine Universität bereit ist, ihren Standort nach Aspern zu verlegen. Das könnte auch daran liegen, dass dort keine maßgeschneiderten Wohnungen für ein internationales Forscherpublikum geplant sind. In diesen Bereichen muss die SP-Stadtregierung noch Hausaufgaben machen und Nachbesserungen am Masterplan vornehmen."

Wenn es Masterpläne für Stadtentwicklung auf der grünen Wiese gebe, sei auch ein Masterplan für die innere Stadterweiterung ein Gebot der Stunde, sagte Walter. Dieser müsse ein klares Bekenntnis zu qualitätsorientierter Stadtentwicklung ebenso enthalten wie eine Revitalisierung innerstädtischer Kernzonen und Möglichkeiten der echten Bürgerbeteiligung. Außerdem müsse verstärkt herausgearbeitet werden, was Wien im Vergleich zu anderen Städten unverwechselbar mache. Walter forderte auch ein Bekenntnis zum Eigentum ein. "Dass Wien im Jahr 2006 nicht einmal 200 Eigentumswohnungen gefördert hat, ist ein Trauerspiel und zeigt, dass die Wiener SP-Stadtregierung in diesem Bereich wichtige Entwicklungen verschläft. Aufwachen wäre hier angesagt, ebenso wie im Bereich der Wirtschaftsentwicklung", so Walter.

Denn die aktuellen Zahlen des WIFO zeigen, dass Wien sowohl im Bereich des Wirtschaftswachstums als auch bei der Arbeitsplatzentwicklung nach wie vor Schlusslicht in Österreich ist. "Man könnte auch sagen: Wien hat es gerade noch unter die Top Ten geschafft", so der Stadtrat zu den keineswegs erfreulichen Zahlen.

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