Landau: "Arbeit bedeutet Integration - auch für Asylwerber"

Caritas unterstützt Forderungen des UNHCR

Wien (OTS) - Bis zum Abschluss ihres Verfahrens sind
AsylwerberInnen in Österreich zur Untätigkeit verurteilt: "Viele Menschen könnten und würden gerne arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Wartezeit sinnvoll zu nützen", sagt Caritasdirektor Michael Landau. "Ein Zugang zum Arbeitsmarkt nach sechs Monaten Aufenthalt in Österreich, wie heute vom UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) vorgeschlagen, ist auch für die Caritas ein sinnvoller Schritt."

Die Caritas plädiert seit langem für eine Harmonisierung von Aufenthalt und Beschäftigung. Wer legal hier lebt, soll auch legal hier arbeiten dürfen, das muss auch für AsylwerberInnen gelten. "Die Beschäftigung von AsylwerberInnen muss auf einer soliden rechtlichen Basis stattfinden, also im Rahmen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes", so Landau. Viele AsylwerberInnen brächten ausgezeichnete Qualifikationen und Kenntnisse mit, die derzeit brach lägen - zum Schaden der Betroffenen, aber auch zum Schaden der Wirtschaft. Zur Kritik an der Verfahrensdauer hält Landau grundsätzlich fest: "Asylverfahren müssen rascher als bisher abgewickelt werden, das darf aber nicht auf Kosten der Qualität gehen."

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Doris Becker
Pressesprecherin Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: (++43-1) 87812 - 221 od. 0664/8482618
dbecker@caritas-wien.at
http://www.caritas-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAR0011