Wiener Gemeinderat (2)

Fragestunde

Wien (OTS) - GR DDr. Eduard Schock (FPÖ) wollte von Bgm. Dr. Michael Häupl (SPÖ) wissen welche Maßnahmen er setzen werde, damit Grinzing doch noch als Weltkulturerbe anerkannt werde. Häupl entgegnete, eine Arbeitsgruppe inklusive eines Unesco-Funktionärs hätte bereits festgestellt, dass der Weinort Grinzing die entsprechenden Kriterien nicht erfülle. Behauptungen seitens der FPÖ, weltweit gebe es mehrere Weinorte, die als Weltkulturerbe gelten, teile er nicht. Lediglich Regionen wie die Wachau oder das Neusiedlersee-Gebiet, nicht aber dort befindliche Orte seien zu Weltkulturerbe-Ehren gekommen. Er sprach sich dafür aus, Grinzing noch attraktiver zu machen, etwa eine Vinothek zu errichten und auch das eine oder andere Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen. Er sei für alle Ziel führenden Maßnahmen gesprächsbereit.

Aktuelle Stunde zum Thema "Schluss mit dem illegalen Grillen"

Der FPÖ Abg. Anton Mahdalik (FPÖ) betonte, seine Partei sei nicht grundsätzlich gegen das Grillen, aber gegen das Grillen in Grillzonen bzw. gegen das exzessive Grillen. Es habe diesbezüglich zahlreiche Beschwerden von Seiten der Gastronomen und auch seitens der Radfahrer gegeben, ergänzte er. Mahdalik lobte Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima (SPÖ), sie habe nach Ersuchen der FPÖ, die durch das Grillen verschmutzten Bereiche zu reinigen, sofort reagiert und die Reinigung dieser Orte veranlasst. Im Zusammenhang mit der Durchführung der Fußballeuropameisterschaft in Wien forderte er die Einsetzung einer berittenen Polizei auf der Donauinsel.

GR Mag. Alev Korun (Grüne) fragte sich, ob man denn nicht andere Sorgen habe, als sich über das Thema "Schluss mit dem illegalen Grillen" auseinander zu setzen, was inhaltlich nichts hergebe. Der FPÖ warf sie vor, zu wenig Lebenslust, Lockerheit, Weltoffenheit und Humor zu haben.

GR Robert Parzer (ÖVP) bestätigte, Grillen führe zu Unstimmigkeiten, werde auf verbotenen Plätzen durchgeführt und verursache auch Unordnung. Er sprach sich gegen Verbote aus, trat für Sauberkeit und Ordnung ein und nannte als Beispiel das Aufstellen von zusätzlichen Müllcontainern. Beim Grillen müssten von allen die Spielregeln eingehalten werden, schloss Parzer.

GR Jürgen Wutzlhofer (SPÖ) sagte, die FPÖ argumentierte widersprüchlich. Weil die WienerInnen gerne grillten, müsse man ihnen auch genug Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Es gebe eine bestehende Struktur, die sich sehr gut bewährt habe und auch einen Folder sowie eine Koordinierungsgruppe, die sich um das Thema Grillen annehme. Immer wieder würden auch Schwerpunktkontrollen durchgeführt, ergänzte er.

Die Freiheitliche Abg. Veronika Matiasek (FPÖ) sprach sich gegen die Existenz von Grillplätzen vor allem im Westen von Wien aus, denn dies habe mit dem Schutz der Natur und der Landschaft nichts zu tun. Die Bevölkerung in diesen Gegenden leide unter Rauch und Lärmentwicklung. Sie hätte auch Griller beobachtet, die mit offenem Feuer hantierten und Unmengen von Müll zurückließen. (Forts) hl/pla

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