Preise für Milchpulver, Süßmolkenpulver, Laktose & Co. explodieren

Fachverband: Preisanpassungen bei milchpulverhältigen Süß- und Backwaren sowie Säuglingsmilchnahrungen unumgänglich

Wien (PWK399) - "Die Preise für Milchprodukte am Weltmarkt steigen bereits seit mehreren Monaten rapide an und befinden sich auf Grund hoher Nachfrage international auf Rekordhöhen", meldet der Fachverband der Lebensmittelindustrie. Ursächlich für die Preisentwicklung ist die generell stark gewachsene Nachfrage am Weltmarkt nach Produkten aus Milch und Molke.

Der gestiegene Bedarf treibt die Preise für Süßmolkenpulver und Laktose sowie für Milchpulver auf bisher nicht gekannte Höchststände. Starke Dürren in wichtigen Milchproduktions-Ländern und der verstärkte Anbau von Energiepflanzen zu Lasten der für die Milchkühe notwendigen Grünfutterflächen verschärfen den Preisdruck. Zusätzlich steigen auch die Futterpreise rasant.

Die Weiterverarbeiter von Milchprodukten stöhnen infolge dieser Preisspirale. So hat sich Molkenproteinpulver von 600 Euro/t (Juli 2006) auf über 1.200 Euro/t im April 2007 mehr als verdoppelt. Auch der Magermilchpulverpreis erhöhte sich dramatisch um mehr als 70 Prozent von 2.050 Euro/t (Juli 2006) auf 3.500 Euro/t im April 2007. Eine Entschärfung dieser angespannten Preissituation ist laut Experten in den nächsten 12 bis 18 Monaten nicht zu erwarten.

Die hohen Milch-Rohstoffpreise müssen daher gemeinsam mit den Kostensteigerungen, die die betroffenen Branchen in den vergangenen Monaten beispielsweise bei Verpackung, Energie und Transport hinnehmen mussten, künftig in der Kalkulation berücksichtigt werden.

"Rohstoffe wie Molke, Magermilchpulver und Laktose sind in vielen Konsumgütern und insbesondere auch bei der Produktion von milchpulverhältigen Süß- und Backwaren sowie Säuglingsmilchnahrungen wichtige und wertgebende Bestandteile. In diesen Produktbereichen ist daher in nächster Zeit mit zwingenden Preisanpassungen zu rechnen", heißt es aus dem Fachverband der Lebensmittelindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich.

Der Sprecher der Babynährmittelhersteller im Fachverband, Alois Macheiner, ergänzt, "dass die Herstellerfirmen alles tun werden, damit das Durchschlagen dieser dramatischen Rohstoffpreissteigerungen in einem vernünftigen und der Höhe der Preissteigerungen entsprechend vertretbaren Rahmen erfolgen wird."

"Alles in allem eine sehr schwierige Situation für die Weiterverarbeiter von Milch-Rohstoffen, die in den nächsten eineinhalb Jahren mit keiner Entspannung dieser Höchstpreise rechnen dürfen und daher die Kalkulationsgrundlagen für Ihre Erzeugnisse und somit die Preise je nach Milchrohstoffeinsatz in unterschiedlichem Ausmaß anpassen müssen", hält der Sprecher dieser Branchen im Fachverband der Lebensmittelindustrie, Michael Blass, abschließend fest. (hp)

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