FPÖ klar für Null Toleranz gegenüber Dopingsportlern und Hintermännern

Als nächster Schritt internationale Vereinheitlichung notwendig - Politik muss sich auch in nicht so leichten Zeiten hinter untadelige Sportler stellen

Wien (OTS) - Das klare Bekenntnis der FPÖ zu Null Toleranz bei Dopingvergehen bekräftigten heute der freiheitliche Sportsprecher NAbg. Herbert Kickl und FPÖ-NAbg. Dr. Martin Graf, beide Mitglieder des parlamentarischen Sportausschusses. Diese Haltung sei auch im Sportausschuss mit der einstimmigen Annahme eines Anti-Doping-Gesetzes und der Annahme des UNESCO-Übereinkommens gegen Doping klar zum Ausdruck gekommen.

Fairness sei im Sport enorm wichtig, auch und gerade wegen der Vorbildwirkung für die Jugend, betonten die beiden freiheitlichen Sportpolitiker. Deshalb dürfe man nicht halbherzig vorgehen. Das Dopinggesetz sei ein wichtiger Schritt. Es sei allerdings unbedingt erforderlich, mittelfristig zu einheitlichen Lösungen im internationalen Bereich zu kommen. Es könne nicht so sein, dass ein und dasselbe Vergehen in verschiedenen Ländern unterschiedlich sanktioniert werde. Überdies gelte es, allgemein präventive Maßnahmen gegen Doping und dessen Tolerierung zu setzen. Schließlich sei aus einschlägigen Studien bekannt, dass nicht nur im Spitzen- und Leistungssport, sondern auch im Bereich des Breitensports unerlaubte Mittel zur Leistungssteigerung zum Einsatz kämen.

Die vermehrte Zahl der Dopingüberführungen und Dopinggeständnisse der letzten Zeit dürften allerdings auch nicht zu einer kollektiven Kriminalisierung von Sportlern führen, warnten Kickl und Graf. Bei aller notwendigen Härte und Kompromisslosigkeit im Anti-Doping-Kampf sei auch Sensibilität notwendig. Das gelte im Hinblick auf die Sportler im einzelnen und auf die Sportverbände im Allgemeinen. Schwarze Schafe seien konsequent mittels der vorgesehenen Sanktionen aus dem Verkehr zu ziehen, aber ein Modell der Sippenhaftung, wie es der IOC offenbar mit seiner absurden Idee einer 16jährigen Olympiasperre für alle österreichischen Athleten als Konsequenz für die Ereignisse in Turin und deren "Nachbearbeitung" massiv erwogen habe, sei schärfstens zurück zu weisen. Auch für verdächtige Sportler und verdächtige Betreuer gälten rechtstaatliche Prinzipien. Ein Gang durch die Instanzen bis zu deren höchster sei zulässig. Hinterfragenswert sei sicherlich auch, warum gerade Österreich die härteste der jemals im Zusammenhang mit Olympia ausgesprochenen Strafen treffe. Bislang wurden ähnliche Sanktionsmaßnahmen nur gegen Weißrussland verhängt, das sicherlich über einen ganz anderen Standard der Dopingkontrolle verfüge.

Angesichts der jetzt ausgesprochenen Strafe gegen das ÖOC sei es notwendig, durch Unabhängige die tatsächliche Verantwortung an den Turiner Ereignissen zu untersuchen. Mit einer Sündenbockstrategie gegen den ÖSV sei der Sache nicht gedient, und es sei auch nicht das geeignete Mittel, um das Ansehen des Sports wiederherzustellen. Österreich verdanke dem ÖSV unglaublich viel an Erfolgen und weltweitem Renommee, erinnerten Kickl und Graf.

Die FPÖ erwarte sich von der Politik, die sonst keine Gelegenheit auslasse, sich im Lichte gerade erfolgreicher Wintersportler zu sonnen, sich auch in nicht so leichten Zeiten hinter untadelige Sportler zu stellen. "Österreichs Wintersportler zählen zu den besten der Welt. Manchen ist das sicher ein Dorn im Auge. Eine kollektive Verurteilung und ein Imageschaden können manchen offenbar nur recht sein", sagten die beiden FPÖ-Abgeordneten.

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