Wege zur Pflege: Sozialminister Erwin Buchinger und Caritas-Direktor Michael Landau "Im Klartext!" am 30.5. im RadioKulturhaus

Wien (OTS) - Vor der Wahl hat die SPÖ das Ende des "Pflegenotstands" versprochen, nun stellt sie den Sozialminister. Wird jetzt wirklich alles besser? In der kommenden Ausgabe von "Im Klartext!" am 30. Mai im RadioKulturhaus diskutieren bei Gabi Waldner SPÖ-Sozialminister Erwin Buchinger und Michael Landau, Direktor der Caritas Wien. Das Gespräch wird ab 18.30 Uhr live in Ö1 übertragen.

Erwin Buchinger ist laut aktuellen Umfragen zwar das beliebteste SPÖ-Mitglied der Regierung, doch hat er mit seinen bisherigen Vorschlägen zur Lösung der Pflege-Misere auch für eine Menge Unmut gesorgt - erwartungsgemäß in den Oppositionsparteien, aber auch im Seniorenrat, unter den Behindertenvertretern und bei Hilfsorganisationen wie der Caritas.

Die Zeit wird knapp für den Sozialminister: am 1. Juli läuft die Amnestiefrist für illegale Pflege aus, ab dann müssen Pflegekräfte angemeldet und (besser) bezahlt werden. Eine Verlängerung dieser Amnestie schließt Buchinger aus. Wie wird nun die "Pflege neu" organisiert und finanziert? Buchingers Vorschlag: Pflegedienst soll zwar gefördert werden (etwa die 24 Stunden-Pflege daheim), aber erst ab der Pflegestufe 5 (von insgesamt 7). Damit wären jedoch rund 85 Prozent aller Pflegebedürftigen von Förderungen ausgeschlossen. Was natürlich Kritiker auf den Plan ruft: so zum Beispiel das BZÖ, das Buchingers Modell als "Zeichen erschreckender Ahnungslosigkeit" wertet - für die FPÖ ist Buchinger gar zum "Unsozialminister" geworden.

Unbehagen über Buchingers Pläne herrscht aber nicht nur bei den politischen Gegnern, sondern auch in den Hilfsorganisationen. Klaus Voget, Präsident des Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes (ÖZIV), kritisiert beispielsweise, dass die Kosten für die Pflegeförderung auf die Bundesländer abgewälzt werden sollen. Caritas-Direktor Michael Landau vermisst einen längerfristigen Aktionsplan, fordert die Einrichtung eines Pflege-Staatssekretariats und eine solidarische Finanzierung durch Bund und Länder. Am meisten stößt sich Landau aber an der von Buchinger geplanten Pflegeförderung für Patienten ab Pflegestufe 5 - damit würden vor allem die Demenzkranken auf der Strecke bleiben, die in einer geringeren Pflegestufe eingeordnet sind, beklagt Landau.

Wie würde Landau selbst die Pflegeförderung reformieren? Was bedeuten Buchingers Pläne konkret für die Betroffenen? Und wie wird Pflege in 15 bis 20 Jahren aussehen - wenn es noch mehr Bedürftige gibt als jetzt?

"Im Klartext! - Erwin Buchinger und Michael Landau zu Gast bei Gabi Waldner" findet am Mittwoch, den 30. Mai im RadioKulturhaus statt und wird live in Ö1 übertragen. Beginn ist um 18.15 Uhr, Eintritt: 5 Euro; für RadioKulturhaus-Vorteilskarten-Besitzer und Ö1-Clubmitglieder ist der Eintritt frei (Reservierung unter Tel. 501 70 377), Pressekarten unter Tel. 501 01-18175.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377). Mehr zum Programm von Österreich 1 ist unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

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