Schicker bei informellem Ministertreffen in Leipzig

Wien (OTS) - Zusammen mit Staatsekretärin Heidrun Silhavy nahm Planungs- und Verkehrsstadtrat Rudi Schicker gestern, Donnerstag, in Leipzig am Informellen Ministertreffen im Rahmen der Deutschen EU-Präsidentschaft teil, das unter dem Motto "Stadtentwicklung und territorialer Zusammenhalt" stand und bei dem auch die "Leipzig Charta zur nachhaltigen Europäischen Stadt" verabschiedet wurde.
Am Zustandekommen dieser Charta, so der Stadtrat, ist das Städtelobbying von EUROCITIES, an dem sich Wien seit langem engagiert und die Initiative des deutschen Verkehrsministers Wolfgang Tiefensee maßgeblich beteiligt.

Schickers Beitrag erfolgte zum Thema "Integrierte Stadtentwicklungsplanung als Erfolgsbedingung einer europäischen nachhaltigen Stadt".

Schicker wörtlich: "Städte sind interessiert daran, ihren Verkehr möglichst umweltgerecht abzuwickeln. Dazu zählt die Förderung des Umweltverbundes, unter dem wir den öffentlichen Verkehr, den Radverkehr und den Fußgängerverkehr verstehen. Die Erreichung eines Modal Shift hin zum Umweltverbund gestaltet sich wegen der mangelnden Konsistenz zwischen EU-Umweltpolitik und EU-Verkehrspolitik allerdings schwierig. Denn einerseits wird von CO2-Reduktion gesprochen, andererseits aber von "Co-Modality" - womit man sich von der klaren Bevorzugung umweltfreundlicher Verkehrsträger gleichzeitig wieder entfernt."

Schicker appellierte auch an anwesende EU-Kommissarin für Regionalpolitik Danuta Hübner, sich dieses Themas besonders anzunehmen, um die offensichtlichen Zielkonflikte zwischen der Umwelt- und der Verkehrspolitik der Union im Interesse der überwiegenden Mehrheit der Unionsbürgern, die ja in städtischen Ballungsräumen leben, zu beseitigen.

Schicker gegenüber der RK: "Das Ergebnis von Leipzig hat gezeigt, dass sich das Lobbying der Städte und Regionen in der EU lohnt. Wien ist mit Bürgermeister Michael Häupl ja seit langem initiativ und EUROCITIES hat sich zu einem hervorragenden Instrument dafür entwickelt. Die deutsche Präsidentschaft hat sich des Themas besonders angenommen - kein Wunder, war doch ihr jetziger Verkehrsminister Tiefensee lange Bürgermeister von Leipzig und in EURICITIES vorantreibend tätig.". (Schluss) lf

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