Wlodkowski: Erhaltung der Artenvielfalt sichert unsere Lebensgrundlagen

Landwirte unterstützen die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt

Wien (AIZ) - "Mit der Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft sichern Österreichs Landwirte die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen der Bevölkerung und leisten damit auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem Österreichischen Agrarumweltprogramm ÖPUL sowie mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung der heimischen Wälder konnten unsere Bauernfamilien im vergangenen Jahrzehnt zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt umsetzen. Die Landwirtschaft hat als einziger Sektor das nationale Kyoto-Ziel erreicht und den Ausstoß an klimaschädigenden Treibhausgasen um fast 14% reduziert. Darüber hinaus ist es unser Ziel, auch in anderen Bereichen den CO2-Ausstoß spürbar abzubauen, indem wir künftig verstärkt Öko-Treibstoff, Ökostrom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung stellen werden", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich des von der UNO proklamierten Internationalen Tages der Biologischen Vielfalt 2007 zum Thema "Biodiverstiät und Klimaschutz".

"Erste Anzeichen des Klimawandels sind der Rückgang verschiedener Arten und das Auftreten neuer Schädlinge und Krankheiten. Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensgrundlage, daher sind auch die Landwirte die wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um die Erhaltung und Förderung dieser Lebensräume geht", stellte der Präsident der LK Österreich fest.

Die Land- und Forstwirtschaft sei der vom Klimawandel am stärksten betroffene Wirtschaftsbereich, weil die negativen Auswirkungen sowohl im Ackerbau als auch in der Forstwirtschaft direkt und unmittelbar spürbar seien. Die Folgen reichten von immer häufiger auftretenden Unwettern, wie Stürmen oder Hagel, über lange Trockenperioden bis hin zu Überschwemmungen und Hochwässern.

"Nachhaltiges Wirtschaften mit unseren natürlichen Ressourcen ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Erhaltung der Biodiversität, aber auch für jede effektive Klimaschutzmaßnahme. Die bäuerliche Interessenvertretung fordert daher die kontinuierliche Umsetzung effizienter Klimaschutzmaßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene. In der Praxis bedeutet dies den verstärkten Einsatz von Biomasse bei der Wärme- und Stromerzeugung, die vermehrte Verwendung nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen, die Förderung der Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sowie eine massive Reduktion des Flächenverbrauchs", betonte Wlodkowski.
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