ÖSTERREICH: Haider will maximal 105 zweisprachige Ortstafeln

15 bis 18 Prozent Slowenenanteil solle Voraussetzung für zweisprachige Tafeln sein

Wien (OTS) - Vor dem morgigen Ortstafel-Gipfel mit Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) präsentiert Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) in der Tageszeitung ÖSTERREICH (Mittwoch-Ausgabe) seine Pläne: Haider kann sich nicht mehr als 95 bis 105 zweisprachige Ortstafeln vorstellen. Derzeit stehen 77 Tafeln. Der Landeshauptmann:
"Wenn man die Prozentsätze, die Professor Adamovich (ehem. VfGH-Präsident, Anm.) genannt hat, hernimmt, dann kann man 15 oder 18 Prozent Slowenenanteil als Grundlage machen. Dann hätten wir zwischen 95 und 105 Ortstafeln."

Haider bekräftigte, dass er einem Kompromiss nur zustimme, wenn eine neue Erhebung des Slowenen-Anteils durchgeführt werde. Dass Gusenbauer offenbar bereit ist, auf eine Öffnungsklausel zu verzichten, nimmt Haider erfreut auf: "Das ist ein erster Erfolg für uns, weil wir die Klausel immer bekämpft haben. Im Vorjahr war das noch Gusenbauers Begründung, warum er nicht zugestimmt hat. Dass er jetzt umschwenkt, ist mir sehr Recht."

In Bleiburg und Ebersdorf, wo der Verfassungsgerichtshof bereits entschieden hat, will Haider auch in Zukunft keine zweisprachigen Ortstafeln sehen: "Der einzige, der das in Bleiburg will, ist der Bürgermeister, das muss Gusenbauer klar sein. In Bleiburg Stadt gab es nie einen relevanten Slowenenanteil. Wenn man jetzt versucht, Bleiburg zu slowenisieren, wird das dem Bundeskanzler nicht gut bekommen. Das wäre eine Provokation."

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