Donau-Universität Krems: Senat trotz Beschlussunfähigkeit einberufen

Krems (OTS) - Der Vorsitzende des Senats der Donau-Universität Krems Univ.-Prof. Dr Manfred Straube ignorierte heute das seitens des Wissenschaftsministeriums bestätigte Gutachten einer Rechtsexpertin und berief eine Senatssitzung ein, obwohl der Senat gemäß dieser Rechtsmeinung nicht beschlussfähig ist.

Zur Vorgeschichte: 3 ProfessorInnen traten am 11. Mai aus Protest gegen den nicht den Ausschreibungskriterien folgenden Auswahlprozess bei der Erstellung des Dreiervorschlags zur Rektorswahl aus dem Senat zurück. Weniger Tage später traten auch deren 3 Stellvertreter zurück.

Die strittige Frage, ob der Senat nach dem Rücktritt der ProfessorInnen noch beschlussfähig sei, wurde durch eine Rechtsexpertin der Universität Wien eindeutig mit "Nein" beantwortet. Laut Uni-Gesetz ist der Senat nur dann gesetzmäßig zusammengesetzt, wenn die Professoren und Professorinnen über eine absolute Mehrheit verfügen. Bei einer Größe von 12 Mitgliedern müssten mindestens 7 ProfessorInnen im Senat vertreten sein. An der Donau-Universität Krems sind es aber derzeit nur 4 Professoren. Damit fehlt der heute um 15:00 Uhr begonnen Senatssitzung die Rechtsgrundlage.

Die zurückgetretenen ProfessorInnen, die von einer Mehrheit aller ProfessorInnen der Donau-Universität in einem offenen Brief unterstützt worden sind, sehen in dieser Vorgangsweise ihr Misstrauen in den Senatsvorsitzenden ein weiteres Mal bestätigt und erneuern ihre Forderung nach Neuwahl des Senats.

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