Erfolgreiche silberpfeil-architekten bestätigen mit neuer Studie: Toparchitektur steigert den Verkaufswert von Immobilien

Wien (OTS) - Die junge Architektin Rita Reisinger, Partnerin des erfolgreichen Architektenteams silberpfeil-architekten und ausgebildete Immobilienmanagerin, beschäftigt sich in ihrer neuen Studie fundiert mit dem Thema Architektur und Wirtschaftlichkeit. Anhand eines Praxisbeispiels belegt sie, dass Qualitätsarchitektur den Verkaufswert von Wohnimmobilien deutlich erhöht. Dabei definiert sie objektiv messbare Mehrwertfaktoren, die, Klarheit in die architektonische Bewertung einer Immobilie bringen.

Architektur und Wirtschaftlichkeit werden einer Umfrage zu folge in der öffentlichen Meinung oft als Gegensätze wahrgenommen. "Architekten haftet hier zu Lande sehr häufig das Image der realitätsfernen Künstler an, für die die Gestaltung des Bauwerks im Vordergrund steht und die dabei entscheidende Kriterien wie seine Finanzierbarkeit bzw. seine spätere Rentabilität vernachlässigen. Das ist ein Vorurteil, denn gerade durch sorgfältige Planung und hohe Qualitätsansprüche im Bereich der Ausführung gewährleisten Architekten die Wirtschaftlichkeit einer Immobilie und tragen so zu ihrer optimalen Verwertbarkeit bei, " beschreibt Rita Reisinger ihre Motivation, eine Studie zu diesem Thema zu erstellen, sehr nüchtern. Um eine objektive Beurteilung abseits von Geschmacksfragen zu ermöglichen und Vergleichbarkeit zu gewährleisten definiert die junge Architektin Hard-Facts, die im Gegensatz zu herkömmlichen Termini wie zum Beispiel "Schönheit in der Gestaltung", objektiv messbar sind.

Investitionsplus führt zu höheren Verkaufspreisen

Den Ausgangspunkt der Studie bildet ein Vergleich zwischen einem Objekt des Sozialen Wohnbaus und dem Sanierungsauftrag im Wiener Goethehof, einem Projekt im High-End -Bereich, das silberpfeil-architekten erfolgreich realisieren konnten. Mit Hilfe eines Bewertungsmodells, das, basierend auf einer logarithmischen Funktion, die kontinuierliche Erhöhung der Baukosten in Bezug zur Entwicklung der Verkaufspreise setzt, gelingt es der Architektin und Immobilienmanagerin eine Tendenz am Immobiliensektor abzubilden beziehungsweise ihre Hypothese, dass durch die Investition in Qualitätsarchitektur höhere Verkaufspreise erzielt werden können, zu bestätigen. Denn die Ergebnisse sind klar: je höher die Investitionen pro Quadratmeter Baukosten, desto höher sind auch die erzielbaren Verkaufspreise. Das Modell beschreibt aber auch einen Grenzwert, ab dem trotz Mehrinvestition keine Steigerung des Verkaufspreises mehr erzielt werden kann. Reisinger dazu:" Ich sehe meine Arbeit auf keinen Fall als eine Art Investitions/Verkaufserlöstabelle, in der man für jedes Projekt konkrete Preise ablesen kann. Meine Studie bestätigt vielmehr die Annahme, dass sich Objekte, die sich durch höhere Qualität bei Planung, Materialwahl und Ausstattung auszeichnen, besser verkaufen lassen, da die Kunden bereit sind für mehr Leistung und Komfort auch mehr auszugeben."

Qualität in der Architektur ist messbar

Wenn Reisinger von messbarer Qualität in der Architektur spricht, meint sie vor allem vier Faktoren, nämlich Wohnwert, Flächeneffizienz, Flexibilität und Material, die sie unter dem Begriff Mehrwertfaktoren zusammenfasst und die ein Projekt besonders stark charakterisieren. Als Wohnwert definiert sie das Verhältnis der Baukosten für durchschnittliche Belichtung und Belüftung zu optimaler Belichtung und Belüftung. Je besser eine Wohnung belichtet und belüftet ist, desto höher ist ihr Wohnwert. Flächeneffizienz bedeutet in ihrem Modell das Verhältnis Bruttogrundfläche zu Nutzfläche; je großzügiger ein Objekt geplant ist, desto geringer ist die Flächeneffizienz - Reisinger spricht auch von negativer Flächeneffizienz - und desto höher sind die Summen, die Käufer auszugeben bereit sind.

Flexibilität meint das Verhältnis der Baukosten von Massivbau zu einer Konstruktionsweise, die größere statische und konstruktive Spielräume eröffnet. Im konkreten Fall wurde der im Sozialen Wohnbau üblichen Massivbauweise eine Stahlkonstruktion, die die individuelle Gestaltung der Wohnungsgrundrisse erheblich erleichtert, gegenüber gestellt. Je höher das Maß an erzielter Flexibilität ist, desto höher ist auch der Wohnwert der Immobilie.
Das Kriterium Material beschreibt das Verhältnis der Baukosten für herkömmliche Materialien zu qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Materialien.

Wichtig bei der Betrachtung des Modells ist, dass keines der Kriterien eine Konstante darstellt und dass sich darüber hinaus Mehrwertfaktoren unabhängig von einander entwickeln können. Gemeinsam ergeben die Mehrwertfaktoren den Mehrwert Architektur, der, da er mittels einer Geldsumme ausgedrückt wird, das finanzielle Ergebnis der höheren Investition messbar macht.

Architektur als Absatzinstrument im Immobiliengeschäft

Rita Reisingers Studie weist damit nach, dass Qualitätsarchitektur ein wesentlicher Faktor im Immobiliengeschäft ist, da sich die Investition in architektonische Gestaltung auch ökonomisch lohnt.

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